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	<title>Wissenswertes &#8211; StadtPunkte</title>
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	<description>Blog von Dirk Diekmann</description>
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	<title>Wissenswertes &#8211; StadtPunkte</title>
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		<title>Raum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dirk Diekmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 16:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Bushaltestelle]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz einfach &#8211; Raum. Und doch so komplex, das zentrale Thema der Architektur. Was ist das eigentlich, wie erzeugt man ihn. Die Antwort liegt für viele Architekten in der reinen Geometrie. Was für ein fataler Irrtum. Jeder fühlt Raum anders. Am deutlichsten spürt man ihn in seiner Abwesenheit. Dazu muss man nicht lange suchen. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ganz einfach &#8211; Raum. Und doch so komplex, das zentrale Thema der Architektur. Was ist das eigentlich, wie erzeugt man ihn. Die Antwort liegt für viele Architekten in der reinen Geometrie. Was für ein fataler Irrtum. Jeder fühlt Raum anders. Am deutlichsten spürt man ihn in seiner Abwesenheit. Dazu muss man nicht lange suchen. Auch darum geht es hier.</h4>



<h4 class="wp-block-heading"><em>Kindheit ist ein leerer Raum mit dem das Leben beginnt</em>. Anselm Kiefer</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-7336" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1-1536x1152.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/02/IMG_20230312_152817-1.jpg 1800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<p>Da ich mir nicht herausnehme, Jahrhunderte architektonischer Raumerfahrung nachzuerzählen, habe ich mich entschieden, hier den Band <em>Architektur &#8211; Raum &#8211; Theorie</em> (Hg. Denk, Schröder, Schützeichel, Wasmuth Verlag 2016) als Grundlage zu nehmen. Mit eigenen Bildern und Gedanken gehe ich durch Zeit und Raum und versuche eine Antwort zu finden. Kein einfacher Weg, diese Suche nach dem Ursprung der Architektur.</p>



<p>Immerhin 150 Jahre Raumtheorie seit Gottfried Semper. Angekommen bin ich gerade bei Daniel Libeskind auf Seite 575 von insgesamt 751 Seiten! Deshalb folgt die Essenz und Zusammenfassung erst nach Abschluss der Lektüre hier an dieser Stelle. Nur eines vorweg:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>raumerlebnis ist kein privileg begabter menschen, sondern biologische funktion</em></p>
<cite>(László Moholy-Nagy 1929)</cite></blockquote>



<p>Bedeutet, jeder kann es spüren. Das gilt auch und besonders für Kinder. Deshalb nochmal die Bitte an die Grundschullehrerin, mit ihren Kindern Raumwahrnehmung zu üben. Mit dem Material der Architektenkammern <em>Architektur macht Schule</em> geht das ganz gut und es würde mich freuen. Alle links dazu im Beitrag <a href="https://stadtpunkte.blog/wp-admin/post.php?post=1895&amp;action=edit"></a><strong><a href="https://stadtpunkte.blog/lesenswert/">Lesenswert – StadtPunkte</a></strong> unter <em>Geschmacksbildung </em>und <em>Hausaufgaben</em>. </p>



<p>Durch den Blick auf die heutige Realität wird das Verständnis der verschiedenen Raumvorstellungen intuitiver. Ein hoher Anspruch, aber ich gebe mir Mühe und benutze zur Inspiration hin und wieder ein Glas Primitivo. Zum Einstieg etwas sehr Persönliches.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Geometrischer Raum &#8211; Erlebnisraum</h4>



<p>Am Samstag, den 17. Juli 2021 habe ich ein letztes Mal in meinem früheren Kinderzimmer übernachtet. Unser Elternhaus wird verkauft und meine Mutter zieht in eine Wohnung. Schon seit langer Zeit war der Raum ihr Lese- und Fernsehzimmer. Die Möbel wechselten. Trotzdem tauchten meine Erinnerungen wieder auf. Es ist nicht nur eine rein geometrische Volumenfrage mit Ausdehnung von Dimension und Proportion, die Raumgefühl erzeugen. Das war in der Architekturtheorie sehr lange eine weit verbreitete Meinung. So reduzierte Gottfried Semper das <em>formale Schöne</em> <em>des Raumes</em> in seinen drei Dimensionen auf die Gestaltungselemente Symmetrie, Proportion und Richtung als Ausdruck von Bewegung. Für mein Kinderzimmer gilt viel mehr. Der Architekt Wolfgang Meisenheimer  widerspricht der rein geometrischen Theorie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Mein Zimmer, das ist ein architektonischer Ort, nicht ein geometrischer Ort. Ich hänge an diesem Raum, mein Selbst ist mit seiner Form und seinen Anordnungen verknüpft. Wenn ich ihn wahrnehme, ist eine Überlagerung von allerfeinsten Reizen im Spiel, die ich mit ebenso subtilen Erinnerungen und Projektionen verbinden kann.</em> <em>Der Ablauf der Wahrnehmung architektonischer Orte ganz allgemein ist mit Vorstellungen von Vergangenem und Zukünftigem aufgeladen, er führt uns nicht nur gebaute Dinge, sondern theaterhafte Szenerien vor Augen, Phänomene mit Raum-Zeit-Struktur.</em></p>
<cite><br>Wolfgang Meisenheimer &#8211; <em>Das Denken des Leibes und der architektonische Raum</em> (2004)</cite></blockquote>



<p></p>



<p>Oder um es mit den Worten von Richard Neutra zu sagen: <em>Wenn Architektur eine Angelegenheit vieler Sinne ist, so ist auch die ihr bestimmte Bühne, der Raum an sich, in Wirklichkeit ein Produkt vieler Sinne</em> [&#8230;] <em>Wir sind dieser (organischen) Basis näher, wenn wir Zeit und Raum als untrennbar, als vierdimensionales Kontinuum betrachten.</em> </p>



<p>Die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Zeiten gehören zum Raum. Deshalb fiel es meiner Mutter auch sehr schwer, ein Haus zu verlassen, das den Raum unserer eigenen (Familien)Vergangenheit bildet. Wolfgang Meisenheimer nennt ihn <em>Erlebnisraum</em>. Während ich diese Zeilen im Dezember 2023 schreibe und dazu Rilke zitiere, ist meine Mutter kurz vor Weihnachten dem Tod sehr nahe. Die Rilke Gedanken sind für sie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich habe das merkwürdige Haus später nie wiedergesehen, das als mein Großvater starb, in fremde Hände kam. So wie ich es in meiner kindlich gearbeiteten Erinnerung wiederfinde, ist es kein Gebäude; es ist ganz aufgeteilt in mir; da ein Raum, dort ein Raum und hier ein Stück Gang, das diese beiden Räume nicht verbindet, sondern für sich, als Fragment, aufbewahrt ist. In dieser Weise ist alles in mir verstreut &#8211; die Zimmer, die Treppen, die mit so großer Umständlichkeit sich niederließen, und andere enge, rundgebaute Stiegen, in deren Dunkel man ging wie das Blut in den Adern.</p>
<cite><br>Rainer Maria Rilke &#8211; Obstgärten (1926)</cite></blockquote>



<p>Es gab für unsere Mutter noch einen anderen wichtigen Raum, das früh verlorene eigene Elternhaus. Teil ihrer Migrationsgeschichte in einer Zeit, die dieses Wort noch nicht kannte. Vertrieben wurde der Status nach dem Zweiten Weltkrieg genannt. Auch dieses Haus mit den Räumen einer glücklichen Kindheit hat sie später nie losgelassen. Bis zum Ende hing das Aquarell des roten Ziegelbaus mit den grünen Fensterläden und der Glasveranda an ihrer Wand. Auf den Treppen, von denen Rilke spricht, hat sie mit ihrem Hund gesessen. Als Kleinkind schaut sie behütet und im Fensterrahmen von den Großeltern gehalten neugierig in die Ferne. Bald stand der Krieg vor der Haustür und das Haus wurde verlassen. Ihre Sehnsucht konnten wir immer spüren. Heute würde sich meine Mutter freuen, wenn sie wüsste, dass ich mit ihrer Hilfe versuche, das Thema Erinnerungsraum zu verstehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1011" height="1024" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240930_115104-1011x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11341" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240930_115104-1011x1024.jpg 1011w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240930_115104-296x300.jpg 296w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240930_115104-768x778.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240930_115104.jpg 1300w" sizes="(max-width: 1011px) 100vw, 1011px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="803" height="1024" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20241004_181801-803x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11349" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20241004_181801-803x1024.jpg 803w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20241004_181801-235x300.jpg 235w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20241004_181801-768x980.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20241004_181801.jpg 1176w" sizes="(max-width: 803px) 100vw, 803px" /></figure>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Mit den Toten ist es eine merkwürdige Sache: Obwohl verschwunden, beanspruchen sie Zeit und Raum.</p>
<cite>Ulrich Rüdenauer in SWR Kultur Literatur</cite></blockquote>



<p>Diese Zeiträume sind manchmal sehr irritierend. Der Schriftsteller Uwe Timm erzählt uns darüber in seinen Erinnerungen aus der Hamburger Nachkriegszeit.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>An den Wänden hingen Öl-Portraits von zwei wunderschönen kleinen Mädchen mit Schleifen im Haar, in denen ich vergeblich versuchte, die alten Tanten wiederzuerkennen, von denen eine immer noch hier wohnte. Mich verwirrte der Zusammenhang von Zeit und Raum</em>. <em>Wie konnte es sein, dass der Raum von damals noch da war, aber die kleinen Mädchen nicht mehr. </em></p>



<p>Uwe Timm &#8211; Alle meine Geister &#8211; 2023</p>
</blockquote>



<p>Natürlich hat die rein geometrische Raumdefinition, in der man den Menschen mit seinen Körpermaßen wie im Modulor von Le Corbusier auf ein geometrisches Koordinatensystem bezieht, ihre Berechtigung mit Blick auf eine notwendige Ergonomie. Das Problem ist dabei eher die architektonische Absolutheit, die den gelebten Raum des Menschen ausblendet. Der Mensch wird zum Gegenstand, zur Maßeinheit. Wenn der Mensch überhaupt zum Maßstab des Raumes wird, dann in einem übertragenen Sinn, nicht nach der engen ergonomischen Theorie, sondern nach der am Menschen orientierten Gestaltung, die Rob Krier beschreibt. </p>



<p>Franz Xaver Baier, der seit 1998 an der Architekturfakultät der Hochschule München lehrt, versucht in seinem Buch <em>Raum</em> <em>(1996) </em>die tatsächliche Parallelität von gelebtem und ungelebtem Raum darzustellen. Aufgelöst werden soll der Irrweg der Architektur, man könne Raum ausschließlich mit Baustoffen unter Festlegung von Höhe, Breite und Länge erzeugen. Sucht man einen Ausdruck für die gleichzeitige, gemeinsame Existenz von gelebtem (sozialem) und ungelebtem (geometrischen) Raum, dann sind es sicher die anthropologischen (menschlichen) Orte, die Marc Augé in seiner Studie <em>Orte und Nicht-Orte (1992) </em>beschreibt und denen er Identität, Tradition und soziales Umfeld zuschreibt. Augé spricht über Nicht-Orte der globalisierten modernen Welt, die diese menschlichen Beziehungen nicht aufweisen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-11833" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846-1536x1152.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/signal-2025-01-26-18-43-03-846.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Bei Berichten über neue Architektur fällt auf, daß sie kaum Raumbeschreibungen wiedergeben. Stattdessen wird viel über Baumassen, Formprobleme, Bausummen und Baudetails geschrieben. Liegt das daran, daß sich niemand traut, in den Raum voll einzusteigen, weil die Erfahrung ohnehin in den Bereich der persönlichen Subjektivität abgetan wird?</p>



<p>Vogelgezwitscher, Kirschen und Beton können als Bauelemente einbezogen werden. Da alles räumliche Wirkung hat, kann Architektur auch aus Licht, Luft und Leere, Sprache, Gesten, Geräuschen usw. Räume bauen. </p>



<p>Um die Wirklichkeit des Raumes zu erfassen, ist es wichtig, daß wir auch Umgebungen und verborgene Wirkungen hinzusehen können. [&#8230;] Hierzu gehört eine virtuose Wahrnehmung durch die auch Natur, Bäume, Situationen, Räume als Texte gelesen werden können und wodurch auch die immaterielle Wirklichkeit der Stimmungen , Atmosphären, Nähen, Weiten, Dimensionen und Niveaus wahrgenommen werden kann.</p>
<cite><br>Franz Xaver Baier &#8211; <em>Raum</em> (1996)</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Sie erinnerte sich an die Sandsteinstufen vor der Haustür, die blanken Messingknäufe,  die Klingelzüge mit weißen Porzellangriffen an einem Draht, den Ton der Klingel, den muffigen Geruch im Flur und nach Ölfarben im Zimmer der wunderlichen alten Tante , die malte, den Geruch von Papier und Tinte in der Kanzlei ihres Vaters, nach Kohle und Holz vom Badeofen im Badezimmer. In ihren Erinnerungen ging sie bis hinauf auf den Taubenboden, wo ihr Vater Flugtauben züchtete und wo es scharf nach Vogelmist roch.</p>



<p>Doris Dörrie &#8211; Wohnen (2025)</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] Ich könnte dir sagen, welche Wölbungen die Bögen der Arkaden, mit was für Zinkplatten die Dächer gedeckt sind; aber ich weiß schon, daß es so wäre, als würde ich dir nichts sagen. Nicht daraus besteht die Stadt, sondern aus Beziehungen zwischen den Maßen ihres Raumes und den Ereignissen ihrer Vergangenheit [&#8230;]</p>



<p>Aber die Stadt erzählt ihre Vergangenheit nicht, sie enthält sie wie die Linien einer Hand, eingeschrieben in die Ränder der Straßen, die Gitter der Fenster, die Handläufe der Treppengeländer, die Antennen der Blitzableiter, die Masten der Fahnen, jedes Segment seinerseits schraffiert von Kratzern, Sägespuren, Kerben und Schlägen.</p>



<p>Die unsichtbaren Städte &#8211; Italo Calvino</p>
</blockquote>



<p>Und manchmal wie im Traum fließen diese materiell und immateriell erlebten Räume ineinander. Wir stellen das Glashaus in den Wald.</p>



<p>Elysium &#8211; Pavillon (ghost) &#8211; Johannes Kerstin </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="818" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_125054-1024x818.jpg" alt="" class="wp-image-11781" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_125054-1024x818.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_125054-300x240.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_125054-768x613.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_125054.jpg 1300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>So wie ein Ort durch Identität, Relation und Geschichte gekennzeichnet ist, so definiert ein Raum , der keine Identität besitzt und sich weder als relational noch als historisch bezeichnen lässt, einen Nicht-Ort.</p>
<cite>Marc Augé &#8211; <em>Orte und Nicht-Orte (1992)</em></cite></blockquote>



<p>Nicht-Orte ohne Identität sind zum Beispiel Parkplätze. Erst wenn sie distanziert als Kunst  an der Wand hängen, verstehen wir ihre Seelenlosigkeit. Hier in der Galerie Drees &#8211; Hannover. </p>



<p>Elysium &#8211; Lonely Car (Parking) &#8211; Johannes Kersting</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="1024" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_130930-820x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11779" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_130930-820x1024.jpg 820w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_130930-240x300.jpg 240w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_130930-768x959.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250111_130930.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></figure>



<p><a href="https://johannes-kersting.de/">Johannes Kersting</a></p>



<p><a href="https://galerie-drees.de/">Galerie Drees | Zeitgenössische Kunst in Hannover</a></p>



<p></p>



<p>Warum sich die eindimensionale, mathematisch rationale Raumvorstellung in der Architektur festgesetzt hat, versucht der Architekt Peter Eisenmann zu erklären.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Raumanschauung wird zumeist im Sinne eines mathematisierten Sehraums verstanden. Wenn ich den Begriff mathematisierter Sehraum verwende, so meine ich damit jene <em>besondere Weise des Sehens</em>, durch welches dieses mit dem Denken und das Auge mit dem Verstand verbunden ist. In der Architektur verweist es auf die besondere Weise der Wahrnehmung, welche mit der monokularen, perspektivischen Raumkonstruktion verbunden ist. Der monokulare Blick des Subjekts in der Architektur ermöglicht die Darstellung aller Projektionen des Raumes auf einer einzigen planimetrischen Ebene. Es ist deshalb auch nicht überraschend, daß die Perspektive <em>durch ihre Fähigkeit</em>, die Wahrnehmung räumlicher Tiefe auf einer zweidimensionalen Fläche zu definieren und darzustellen, in der Architektur ein bereitwilliges Anwendungsfeld fand. Und es wundert ebensowenig, daß sich die Architektur sehr schnell dieser einäugigen Sehweise anpaßte &#8211; mit ihrem eigenen Körper. Der Raum wurde , welcher Stil auch immer vorherrschte , als verstehbares Konstrukt geschaffen, welches um räumliche Elemente wie Achsen, Plätze, <em>Symmetrien</em>, etc. angeordnet wurde.</p>
<cite><br>Peter Eisenmann &#8211; Visions Unfolding (1992)</cite></blockquote>



<p>Deshalb mit Peter Eisenmann im Rücken die rhetorische Frage an alle Professoren der Darstellenden Geometrie und der Digitalen Visualisierung:  <em>Wie groß ist der Beitrag von aufwendigen geometrischen Darstellungen (seit Brunelleschi und Dürer), räumlichen Konstruktionen und komplexen Software Anwendungen zum eigentlichen Raumverständnis eines Erstsemesters der Architektur wirklich? Helfen diese Instrumente, Raumideen zu entwickeln und menschliche Lebensräume zu erzeugen? Oder sind sie nur Planerprothesen zur scheinbaren Fortbewegung in der Raumentwicklung?</em> Natürlich war die didaktische Begründung immer, das Auge und die Vorstellungskraft mit diesen Werkzeugen geometrisch zu trainieren, um dem räumlichen Entwerfer beim Skizzieren später die Hand zu führen. Digitale Visualisierungen sollen dann diese Raumidee überprüfen. Ich habe da meine Zweifel. Und das liegt nicht nur an meiner Verzweiflung an der darstellenden Geometrie im Studium oder den digitalen, wirklichkeitsverzerrenden Hochglanzvisualisierungen der Projektentwickler. Interessant ist auch, dass zur Visualisierung von Investorenwettbewerben und zur Darstellung von Semesterarbeiten im Studium häufig Massenmodelle im Maßstab 1:500 oder kleiner gefordert werden. Raum lässt sich damit kaum bearbeiten, sondern lediglich in einem sehr begrenzten Rahmen die Plastizität der Baukörper. Dabei sieht schon der Kunsthistoriker August Schmarsow Architektur als <em>Raumgestalterin </em>und nicht als <em>Kunst körperlicher Massen. </em>(August Schmarsow &#8211; Ueber den Werth der Dimensionen im menschlichen Raumgebilde 1896). Die zugegeben sehr schönen Architekturplastiken des Bildhauers Erwin Heerich auf der Museumsinsel Hombroich sind deshalb auch als eher Skulpturen zu sehen und nicht als räumliche Architektur.</p>



<p>Hier nochmal ein anderer großer Akteur mit ähnlicher Interpretation.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Technologische Ordnung und Planung, Systemorganisation und Simulationsbeispiele &#8211; all dies sind Gambits und keineswegs unfehlbare Tricks, die als besondere Elemente in der zeitlichen Entfaltung der Realität von Belang sind. (&#8230;) Tatsächlich muss unsere Befragung weiter gehen.</p>
<cite><br>Daniel Liebeskind &#8211; Symbol und Interpretation (1980)</cite></blockquote>



<p>Erlebnisraum und geometrischer Raum ergänzen sich also zum architektonischen Raum. Keiner ohne den anderen. Immer wieder neu und anders. </p>



<p>2015 hatten wir unser Raumerlebnis am und auf dem Erfurter Domberg. Ein ganz besonderer Ort, sehr erhaben mit Blick auf die Altstadt. Die breit gelagerte Freitreppe führt hinauf zwischen Dom und Severikirche. Das kleine Mädchen hat sich hier einen eigenen, neuen Raum geschaffen. Es war die Zeit der großen Pegidademonstrationen. Am Vortag auch hier in Erfurt am Domplatz. Als Reaktion darauf am nächsten Tag das große Kreideherz auf dem Treppenlauf. Genau das ist mit dem Zusammenspiel von Erlebnisraum und baulicher Geometrie gemeint. Und dann passierte in diesem merkwürdigen Erlebniskarussel in Erfurt noch etwas. Plötzlich der Duft von Baumstrietzeln, den gedrehten Teigrollen. Direkt in einer Nische am Treppenaufgang zum Dom gibt es einen Baumstrietzelverkauf. Es mischte sich also das unangenehme Pegidaereignis am Fuß der Treppe, das Kreideherz auf der Treppe und der Baumstrietzelduft nebenan zum Erfurter Domtreppenraumerlebnis.  </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wenn sich die Stadt selbst zur Schau stellt &#8211; von einer Terrasse, einem Kirchturm, einem Hügel, einem hochgelegenem Ort aus [&#8230;] &#8211; so nicht weil der Beschauer damit ein äußeres Abbild der           Realität erblickt, sondern weil der Blick sammelt, zusammenfaßt. Es ist die der städtischen Wirklichkeit selbst, die sich offenbart. Alles in der urbanen Wirklichkeit verläuft, als ob alles, woraus sie sich zusammensetzt, sich näherkommen könnte, immer wieder und immer mehr. So stellt sich die Verstädterung dar, so nimmt sie sich wahr, so träumt sie sich.</p>



<p> Henri Lefebvre &#8211; Die Revolution der Städte (1970)</p>
</blockquote>



<p>Auch der Kunstort Rosebusch Verlassenschaften in den Turbinenhallen der ehemaligen Elektrizitätswerke Hannover-Ahlem zeigt sehr bewegend, dass Raum nicht allein durch geometrische Prinzipien entsteht sondern szenisch ist. Seit 1997 schuf hier das Künstlerehepaar Almut und Hans Breuste ein Raumgefüge, das sich aus Gefühlen, Erinnerungen und Erfahrungen zum Thema Verfolgung und Vertreibung zusammensetzt. Die eigentliche Hülle, der funktional nüchterne Hallenraum, erfährt durch die seriell aufgestellten und inszenierten Objekte, die zu einem großen Teil aus ehemaligen Industriestandorten in Hannover stammen, eine seltsame Aufladung. Durch Inhalt und Bedeutung wird der Raum zum Ort, zum Genius Loci. Erklären kann man das nicht, nur besuchen und erleben. </p>



<p>Nach all diesen sehr komplexen, akademischen Gedanken ein einfaches, verständliches Bild von Martin Heidegger zu beiden räumlichen Ebenen. Er vergleicht das Einräumen eines Zimmers mit persönlichen Gedanken, Erinnerungen und Erlebnissen mit dem Einrichten von Möbeln (Martin Heidegger <em>Sein und Zeit 1927</em>). </p>



<p></p>



<p><a href="http://www.rosebuschverlassenschaften.de/frameset.html">rosebuschverlassenschaften</a></p>



<p><a href="https://www.baumstriezel-am-dom.de/">Baumstriezel-am-dom.de</a></p>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="845" data-id="10411" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124.jpg" alt="" class="wp-image-10411" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124-1024x577.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-124-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="788" data-id="10412" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175.jpg" alt="" class="wp-image-10412" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175.jpg 1400w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-175-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1440" data-id="4460" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4460" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-1536x864.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-7-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1440" data-id="4459" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4459" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-1536x864.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-6-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1367" height="2248" data-id="4458" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5.jpg" alt="" class="wp-image-4458" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5.jpg 1367w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5-182x300.jpg 182w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5-623x1024.jpg 623w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5-768x1263.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5-934x1536.jpg 934w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-5-1245x2048.jpg 1245w" sizes="auto, (max-width: 1367px) 100vw, 1367px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1368" data-id="4457" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4457" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-300x160.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-1024x547.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-768x411.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-1536x821.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-4-2048x1095.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2560" data-id="4456" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4456" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-scaled.jpg 1440w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-768x1365.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-3-1152x2048.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2560" data-id="4455" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4455" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-scaled.jpg 1440w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-768x1365.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-2-1152x2048.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1608" data-id="4454" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-4454" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-300x188.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-1024x643.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-768x482.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-1536x965.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/Rosebusch-1-2048x1286.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"> Erfurt Dom &#8211; Rosebusch Verlassenschaften Hannover Ahlem</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Zitate aus der Antike</h4>



<p>Die Begeisterung des Klassizismus für die Raum- und Formensprache der Antike. Ihren Einfluss auf führende Architekten wie Klenze, Schinkel und Laves findet man etwas überraschend versteckt hinter einigen Bäumen im Landschaftspark um das Schloss Derneburg bei Hildesheim. Hier stehen mitten in der niedersächsischen Provinz ein dorischer Tempel von 1827 und eine ägyptische Pyramide vom 1839. Entworfen und erbaut vom hannoverschen Oberhofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves für den Grafen zu Münster. Laves war zu dieser Zeit einer der führenden Architekten im Königreich Hannover. Der ahnungslose Spaziergänger glaubt der Erscheinung zwischen den Bäumen kaum.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Weder die Griechen noch die Ägypter haben jemals einen Innenraum entwickelt, der der ungeheuren Ausdruckskraft gleichkäme, die sonst ihrer Architektur gleichkäme. </p>



<p>Siegfried Giedion &#8211; Ewige Gegenwart (1964)</p>
</blockquote>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Ein alter Trick also. Die monumentale und plastische Architekturform wird in den unendlichen Außenraum gestellt und schon sind alle umstehenden Betrachter beeindruckt. Auch heute wird dieser Trick der Architekturikonen noch erfolgreich angewandt. Eine Garantie für einen guten Innenraum ist das eben noch nicht. Genial wird es erst, wenn beides gelingt. Erst die Römer haben mit ihren Gewölbekonstruktionen damit begonnen, Architekturplastik und Innenraumvolumen zu verbinden.</p>



<p>Aus der Ablehnung und Reaktion auf die historisierende Architektur der Laves Zeit und des Historismus mit Stilmitteln der Antike entwickelte sich allmählich im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert die neuen Strömungen des Jugendstil, der Reformarchitektur und der Klassischen Moderne. Es ist der uralte architektonische Konflikt und die Auseinandersetzung von Form und Funktion, die wieder aufbricht. In der Morgendämmerung des Neuen Bauens kritisierte Paul Frankl 1908 die Stilkopisten des Historismus, die Fassaden aus den Baukästen der Antike zusammensetzten. <em>Der Zweck der Architektur mit den orientierten Bewegungen der Menschen, die im Gebäude spezifische Handlungen ausführten, bestimme die Raumform.</em> Da ist er schon sehr früh, der Funktionalismus der Klassischen Moderne.</p>



<p><a href="https://derneburg.de/der-beginn/">Der Beginn | Derneburg</a></p>
</div>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" data-id="10418" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg.jpg" alt="" class="wp-image-10418" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="1000" data-id="10419" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-1.jpg" alt="" class="wp-image-10419" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-1.jpg 750w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mauseleum-Derneburg-1-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="1334" data-id="10416" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-1.jpg" alt="" class="wp-image-10416" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-1.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-1-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-1-768x1025.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1333" height="1000" data-id="10417" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2.jpg" alt="" class="wp-image-10417" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2.jpg 1333w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Derneburg-Tempel-2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1333px) 100vw, 1333px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Derneburg</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Lichtraum &#8211; Farbe &#8211; Proportion &#8211; Dimension</h4>



<p>Auch Richard Lucae, Zeitgenosse Sempers, bleibt in der Raumdefinition sehr formal und geometrisch. Nach seiner Theorie sind es <em>Raumkräfte, </em>wie durch Öffnungen einfallendes Licht, Farboberflächen, Formen und der Maßstab der Bauelemente, die den Raum bestimmen. Dazu liefert Lucae einen Exkurs über die Hell-Dunkelverteilung durch unterschiedliche Anordnung der Fenster. </p>



<p>Die Galerien und Treppenaufgänge um den Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1906-1909 als späthistoristischer Erweiterungsbau des älteren Hauptgebäudes errichtet, zeigen noch im frühen 20. Jahrhundert Elemente und Nachwirken dieser Raumwahrnehmung. Alles da: Licht, Öffnung, Farbe, Form, Proportion der Elemente und Hell Dunkel Kontraste. Im hinteren Bereich, vom Foyer nur durch ein Gitterornament einsehbar, befindet sich die <em>DenkStätte</em> <em>der </em>W<em>eißen Rose</em>. Es wird an den Mut erinnert, der hier die regimekritischen Flugblätter von der Galerie segeln ließ. </p>



<p>Der Architekt und Historiker Christian Norberg-Schulz schreibt zur Lichtgestaltung in der klassischen Architektur der Antike, die sich hier im Historismus der Münchener Universität wiederholt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Das Licht wird schließlich so verwendet, daß es die plastische Erscheinung der Teile und des Ganzen durch ein Spiel aus Licht und Schatten betont.</p>
<cite><br>Christian Norberg Schulz &#8211; Genius Loci (1979)</cite></blockquote>



<p>Noch komplexer zeigt sich gebautes Licht in den großen christlichen Kirchen und Kathedralen. Die Übertragung des christlichen Glaubens auf den Raum als eine der großen europäischen Raumideen, die Theologie und Architektur zusammenführte. Der Betrachter ist ergriffen von der Energie des Lichts, das über die Obergaden in die Gewölbe fließt. Der Blick geht in die Unendlichkeit der Decke.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Entmaterialisierung galt als eine Funktion des Lichts, als Manifestation des Göttlichen. Man könnte deshalb sagen: der mittelalterliche Mensch baute Licht, das am wenigsten faßbare der Naturphänomene. Seitdem ist Licht ein bevorzugtes Mittel der architektonischen Charakterisierung. [&#8230;] Im Innenraum der Kathedrale wird das atmosphärische Licht in eine Manifestation Gottes übersetzt, und der systematisch aufgegliederte Bau ist eine Visualisierung des geordneten Kosmos, den die scholastische Philosophie beschreibt. </p>
<cite><br>Christian Norberg Schulz &#8211; Genius Loci (1979)</cite></blockquote>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Während die Gotik den Lichtraum darstellte, versuchte das neue Bauen der Klassischen Moderne (Bauhaus, Internationaler Stil) viele Jahrhunderte später die geschlossenen Räume zu öffnen und durch fließende Grundrisse und Bewegung im Raum die Zeit architektonisch auszudrücken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Platzraum </h4>



<p>Camillo Sitte kommt der Verdienst zu, mit seinem Werk <em>Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen</em> (1889) eine Verbindung geschaffen zu haben zwischen dem Raumgefüge in Gebäuden und den Außenräumen der Stadt. Plätze und Platzfassaden werden in ihrer Abfolge, Proportion, Dimension und Wirkung verglichen mit Innenräumen. Dazu untersucht, vergleicht und systematisiert Sitte historische Stadtgrundrisse, setzt Gebäude und Außenraum in Beziehung und unternimmt gleichzeitig eine Kritik an den modernen, aufkommenden Tendenzen des Städtebaus seiner Zeit. </p>



<p>Er wird auch heute noch von Stadtplanern, Architekten und Bauhistorikern gerne gelesen und zitiert. Trotzdem kommt das Wohnzimmergefühl in den Städten unserer Zeit nicht an &#8211; Wunsch und Wirklichkeit. Dabei kann es wie hier in Hannover so schön sein, sich auf der Straße wie zuhause zu fühlen. An beiden Orten, Lutherkirchhof und Engelbosteler Damm, wurde dem Autoverkehr die Wohnzimmerfläche durch Verkehrsberuhigung entrissen. Wenn man den Menschen in der Straße Raum zurück gibt, wie an der Kreuzung in Kopenhagen, dann richten sie sich dort auch ein. Der Design orientierte Mensch blickt aus dem <em>HAY</em> <em>Flagshipstore </em>in Kopenhagen auf seine städtischen Artgenossen &#8211; menschlicher Maßstab. Manchmal sogar mit Musikbegleitung. Wir bewohnen die Straßen und Plätze nur vorübergehend, aber wir bewohnen sie.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Welche Funktionen kommen für den Platzraum in Frage? Kommerzielle Aktivitäten sicherlich, wie Markt, aber vor allem solche kultureller Art. Die Einrichtung von öffentlichen Verwaltungsbüros, Gemeindesälen, Jugendhäuser, Bibliotheken, Theater- und Konzertsälen, Cafes, Bars etc. Möglichst solche Funktionen, die eine Rund-um-die Uhr-Aktivität erzeugen, wenn es sich um zentrale Plätze handelt.</p>



<p></p>
<cite>Rob Krier &#8211; Stadtraum in Theorie und Praxis (1975)</cite></blockquote>



<p>Über die Kommerzialisierung von städtischen Räumen wurde bereits viel geschrieben. Gastronomen haben die Angewohnheit, diese im Sinne von privatwirtschaftlichen Interessen zu besetzen. Besonders in beliebten touristischen Bereichen. In meinem Arbeitszimmer, der Hamelner Altstadt, hat sich das durch die Pandemie besonders ausgeprägt und nicht zurückentwickelt. In Quedlinburg gibt es Café- und Apothekensitzplätze. Eher unwahrscheinlich, dass der Gast im Fenster der Apotheke angesprochen wird auf seine Medikamentenwünsche. Die zweite Dominante der städtischen Räume war lange Zeit der Einzelhandel. Das innerstädtische Wohnen wurde verdrängt durch Kundenparkplätze und reine Geschäftshäuser. Die Altstadtbewohnerin, die in Quedlinburg ihren Einkauf vom Wochenmarkt nach Hause bringt, hat mir mal wieder bewusst gemacht, wie sehr ich diese wohntypischen Szenen in der Hamelner Altstadt vermisse. Mehr Fachwerkgedanken unter <a href="https://stadtpunkte.blog/fachwerk/"><strong>Fachwerk und Beton </strong></a></p>



<p></p>



<p></p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1440" data-id="6634" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-6634" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-1536x864.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_13_04_34_Pro-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1444" height="2560" data-id="6636" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-6636" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-scaled.jpg 1444w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-578x1024.jpg 578w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-768x1361.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-866x1536.jpg 866w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/01/WP_20190601_16_22_19_Pro__highres-1155x2048.jpg 1155w" sizes="auto, (max-width: 1444px) 100vw, 1444px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220430_142944.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" data-id="10430" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220430_142944.jpg" alt="" class="wp-image-10430" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220430_142944.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220430_142944-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220430_142944-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" data-id="10431" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B.jpg" alt="" class="wp-image-10431" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20220620_160308-B-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1100" height="825" data-id="10432" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm.jpg" alt="" class="wp-image-10432" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm.jpg 1100w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wohnzimmer-E-Damm-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="821" height="1500" data-id="10461" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619.jpg" alt="" class="wp-image-10461" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619.jpg 821w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619-164x300.jpg 164w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619-560x1024.jpg 560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240316_094619-768x1403.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 821px) 100vw, 821px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240423_094200.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="965" data-id="10489" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240423_094200.jpg" alt="" class="wp-image-10489" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240423_094200.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240423_094200-300x290.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240423_094200-768x741.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Raumqualitäten &#8211; Wohnzimmer Stadt</figcaption></figure>



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<h4 class="wp-block-heading">Mensch &#8211; Straße &#8211; Weg</h4>



<p>Straße und Weg. Bewegungsraum für Auto und Mensch. Zwei wichtige Erlebnisräume, die unseren Alltag dominieren. Der räumliche Vergleich stammt von Otto Friedrich Bollnow.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Die Autostraße ist Straße im betonten Sinn. Sie ist Mittel der Fortbewegung. Mittel einen anderen Ort zu erreichen. Sie ist darum kein Ort zum Verweilen.[&#8230;] Ein Fußgänger, der bequem hier wandern wollte, ist hier fehl am Platz; er behindert den Verkehr und kann froh sein, wenn er schließlich unbeschädigt davonkommt. Schon der feste Straßenbelag trennt dies Stück Boden heraus aus der natürlichen Umwelt. Für den Straßenbenutzer, vor allem für den modernen Autofahrer, verändert sich der Raum. Die Welt wird eindimensional an zurückgelegten und zurückzulegenden Entfernungen zu messen. Der Fahrer bewegt sich nicht in der Landschaft, sondern eben auf der Straße und bleibt von der Landschaft durch eine scharfe Grenze getrennt. Die Landschaft wird für ihn zum Panorama, das an ihm vorüberzieht. Sein eigentliches, Realität vermittelndes Raumgefühl ist das der Weite und der die Weite erschließenden Geschwindigkeit. Völlig anders ist der Wanderpfad. Er ist nicht hart in die Landschaft eingeschnitten wie die im rationalen Denken angelegte Straße, sondern er schmiegt sich der natürlichen Landschaft an. Er windet sich in immer neuen Biegungen, wo die Autostraße nach Gradlinigkeit strebt, und führt rücksichtsvoll um den Baum herum, den der Straßenbauer nur als lästiges Hindernis empfunden und darum beseitigt hätte. Es ist eben ein ganz andere Weise, sich auf einem solchen Pfad zu bewegen, und darum auch ein ganz anderes Raumgefühl. Der Pfad zielt nicht auf einen Endpunkt hin, sondern er ruht in sich selber. Er lockt im Verweilen. Man ist hier wirklich in der Landschaft, von ihr aufgenommen und mit ihr verschmolzen, ist selber ein Teil von ihr. Und man muß stehen bleiben, wenn eine Aussicht oder ein Anblick einen erfreut.</em></p>
<cite><br><em>Otto Friedrich Bollnow &#8211; Der erlebte Raum (1960)</em></cite></blockquote>



<p>Wanderwege zwischen Felsformationen im Elbsandsteingebirge, der unbeschwerte Schwung eines Feldweges am Dorfrand im Ostharz, die Dorfstraße auf der Feldberger Seenplatte, die fast italienisch wirkt und dem Auto keine Chance gibt oder Bad Zwesten. Ein als Kurort getarntes Fachwerkdorf in Nordhessen zwischen Marburg und Kassel. Alles wie üblich. Der historische Ortskern umgeben von Neubauten und Kleingewerbebetrieben. Was diese Strukturen für den dörflichen Straßenraum bedeuten, zeigt der Blick in Richtung Dorfkern mit Kirche und entgegengesetzt zum Ortsausgang in Richtung Bundesstraße. Unschwer zu erkennen, wo die städtebauliche Banalität beginnt. Moderne Straßenplaner versuchen Städtebau. Entscheidend ist, wie die Wege begrenzt werden und welche Richtung sie nehmen. Der wandernde Mensch macht neugierige Schritte nach links und rechts. Der Autofahrer bleibt im Tunnelblick. In den mittelalterlichen Straßen der Altstadt Quedlinburg kann man noch ohne das hupende Auto im Rücken auf den Straßen wandern, die sich um die Ecken biegen und auf denen sich die Häuser kulissenartig ins Blickfeld schieben. Zwei Blicke aus dem Fenster in den <em>Stieg</em> und die <em>Hölle</em>. Dem entschleunigten Paar im Weltkulturerbe Altstadt Goslar gefällt der sanfte Schwung der Straßenführung. Dem Autofahrer, der bei Tempo 80 den Gegenverkehr nicht sieht, eher weniger&#8230; </p>



<p>Der Mensch ist natürlich extrem leidensfähig und sucht sich den gemeinsamen Raum auch dort, wo eigentlich die Autos zuhause sind. Die weiträumige, stark befahrene Glocksee Kreuzung zwischen Hannover Linden und Hannover City hat auch zwei Eckkneipen. Beim gemeinschaftlichen Bier darf man sich hier schon mal fragen: <em>Wem gehört die Stadt?</em></p>



<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Das Wirksamste ist nicht die Form, sondern ihre Umkehrung , der Raum, das Leere, das sich rhythmisch zwischen den Mauern ausbreitet, von ihnen begrenzt wird, aber dessen Lebendigkeit wichtiger ist als Ihre Mauern</em>. </p>
<cite><br>August Endell &#8211; <em>Die Schönheit der Großen Stadt</em> (1908)</cite></blockquote>



<p>Es geht also um den menschlichen Raum in der architektonischen Hülle und nicht um die heute so beliebten, grafischen Fassadenspielereien. Endell schreibt sehr poetisch und atmosphärisch über das, was Stadt im Positiven wie im Negativen ausmacht: Die Monotonie auf Straßen und Plätzen, die Stadt als arbeitendes Wesen mit Industrieästhetik und Schönheit des Handwerks, die Wahrnehmung der Geräusche beim Durchwandern der Städte. Einen der schönsten Sätze formuliert Endell zur Wahrnehmung von Stadt als Naturraum. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Zu dieser verborgenen Schönheit, die nicht zu den Sinnen spricht (&#8230;.) gesellt sich als zweite die Schönheit der Stadt als Natur. Das mag befremdlich klingen, weil diese Schönheit fast immer übersehen wird, weil man gar nicht gewohnt ist, eine Stadt so anzusehen, wie man Natur wie man Wald, Gebirge und Meer ansieht</em>.</p>
</blockquote>



<p>Vielleicht liegt in diesem liebevollen Blick auch das Geheimnis, negative Erscheinungen der Stadt positiv zu verändern. Also beim nächsten Spaziergang die Augen schließen und hinhören (<em>Die Stadt der Geräusc</em>h<em>e</em>), hinschauen auf die Stadt und ihre Farbveränderungen im Nebel, Dunst , Dämmerung, Sonnenlicht und den Spiegelungen des Regens <em>(Die Stadt als Landschaft)</em>. <em>Erst diese Mächte formen aus den scheinbar unveränderlichen Steinhaufen ein lebendiges, ewig neu sich gestaltendes Wesen.</em> Heutige Architekten würden nie so schreiben wie Endell vor über 100 Jahren und deshalb auch nicht so bauen. Gedanken formen Architektur. Eigentlich ganz einfach und doch so selten.</p>



<p>Liegt vielleicht auch daran, dass Endell Philosoph und Psychologe war und in die Architektur erst als Autodidakt kam. Auf jeden Fall mein Lieblingskapitel im Buch. Unter <em>Mensch und Straße </em>beschreibt Endell die räumliche Wirkung und die Bezüge des sich bewegenden Menschen auf dem linearen Element der Straße.</p>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Schon ein einzelner Mensch, ein bewegter Punkt genügt, um die ordentliche symmetrische Straße in ihrem Eindruck zu verschieben, sie bekommt gewissermaßen eine menschliche Achse, eine asymmetrische, der freie Raum wird durch den bewegten Körper geteilt, Entfernung und Größe bekommen einen neuen Sinn (&#8230;) Der Mensch schafft durch seine Gestalt das, was der Architekt und Maler den Raum nennt, der ganz etwas anderes ist, als der mathematische oder gar der erkenntnistheoretische Raum ist.</em></p>



<p></p>
<cite><em>August Endell &#8211; Die Schönheit der Großen Stadt</em><br><em>(1908)</em></cite></blockquote>



<p>Allerdings stammt diese Wahrnehmung der Straße vom Anfang des 20. Jahrhunderts , als der Individualverkehr aus Droschken bestand und der Güterverkehr durch Pferdefuhrwerke erledigt wurde. Die Prägung der Straße durch den Menschen hat sich längst erledigt. Heute winden sich Blechschlangen über den Asphalt oder besetzen die Ränder wie hier in der Glünderstraße in Hannover, die wegen ihres tollen Verlaufs und der begleitenden Bebauung als schönste Straße der Nordstadt gilt. Problem nur, dass die Schönheit zugeparkt ist &#8211; beneidenswerter August Endell. Deshalb hier zum Trost nochmal zwei Menschen, die im Fluchtpunkt einer autofreien venezianischen Straße stehen. Mehr städtische Aufenthaltsqualität gibt es nur mit weniger Autos. Dazu Rob Krier zu einer Zeit, als die Kritik am motorisierten Individualverkehr trotz Ölkrise noch in weiter Ferne lag.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Straßenanlagen, die uns unsere Städte überliefert haben, sind für ganz andere Funktionsabläufe erfunden worden. Sie sind im Maßstab des Menschen, des Pferdes, der Kutsche erdacht. Zur Kanalisierung des motorisierten Fahrverkehrs ist die Straße untauglich, als Bewegungs- und Erlebnisraum für den Menschen jedoch nach wie vor geeignet.</p>



<p><em>Beängstigend bleibt die Masse der Fahrzeuge und die Geschwindigkeit, mit der sie sich fortbewegen. Beide Faktoren scheinen nach der heutigen Entwicklung kaum zu korrigieren. Im Gegenteil, niemand kann heute voraussagen, welch katastrophale Ausmasse sie annehmen wird und welche Lösungen zu ihrer Bewältigung bereit stehen müssen. Geradezu grotesk mutet die düstere Ahnung an, dass eines guten Tages die gigantischen Straßenbauwerke bei notwendiger Umstellung auf andersartige Fahrzeugsysteme nutzlos in der Landschaft herumstehen. Ja man neigt zu der Behauptung, dass nach den Investitionen in das Auto und seine Belange eine Umstellung grundlegender Natur auf lange Sicht nicht mehr zu bewerkstelligen ist. Soviel um zu verdeutlichen,</em> dass zwischen den Investitionen in die Bedürfnisse Maschine = Auto und die Bedürfnisse des Lebewesens = Mensch eine enorme Kluft besteht, und dass wir den Preis zur Wiederherstellung des Stadtraums bezahlen müssen, wenn diese Gesellschaft das Leben in der Stadt noch weiter für sinnvoll halten soll.</p>
<cite>[&#8230;] Solange der Mensch zwei Beine zum Gehen und zwei Arme zum Greifen gebraucht, ist der Maßstab seines Körpers für das Baugeschehen eine verpflichtende Größenordnung. Dabei geht es nicht nur um Treppensteigungen und Geschosshöhen, sondern auch um die Gestaltung des öffentlichen Stadtraumes. Hierin hat der Städtebau unseres Jahrhunderts kläglich versagt. [&#8230;]<br><br>Rob Krier &#8211; Stadtraum in Theorie und Praxis (1975)</cite></blockquote>



<p>In Hameln mussten ab den 70er Jahren viele der historisch verschachtelten Stadträume der Flächensanierung weichen. Es entstanden offene Nichträume ohne Raumkanten dafür aber mit ausreichend PKW Stellplätzen. Vereinzelt findet man in Hinterhöfen noch die ursprüngliche Qualität. Eine Baumkrone als Raumdecke oder menschliche Spuren wie die Wäsche im Wind. Diese Räume waren intensiv genutzt und vom Alltag der Bewohner geprägt. Heute stehen dort Autos. Im Morgengrauen schaut man aus dem Fenster in die mittelalterliche Straßenräume Quedlinburgs. Offen, was hinter der nächsten Ecke wartet. Vom Dunkel ins Licht, auch eine typisches Merkmal von manchen Wegen. Durch den  dunklen Bogen unter der Krämerbrücke in Erfurt in die hell leuchtende Altstadt. </p>



<p></p>



<p>Rem Koolhaas sagt spannende Sätze zu öffentlichen Räumen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Unser Engagement für die Menschen hat die humane Architektur verschwinden lassen. [&#8230;] Junk-Space ist die Summe unserer heutigen Architektur; wir haben so viel gebaut wie alle Generationen vor uns zusammen, allerdings auf einem völlig anderem Niveau. Junk-Space ist das Aufeinandertreffen von Rolltreppe und Klimatisierung, empfangen in einem Brutkasten aus Gipskartonplatten (alle drei fehlen in den Geschichtsbüchern). [&#8230;] Konzeptionell ist jeder Monitor, jeder Fernsehbildschirm ein Ersatz für ein Fenster, das wirkliche Leben findet drinnen statt, der Cyber-Space ist zur freien Natur geworden.</p>
<cite><br>Rem Koolhaas &#8211; Junk-Space (2000)</cite></blockquote>



<p>Wir möchten, dass die Menschen unbegrenzt konsumieren, also bauen wir Shopping Malls. Wir möchten, dass der globale Mensch uneingeschränkt jeden Ort auf dieser Erde in möglichst kurzer Zeit erreicht. Also bauen wir in unvorstellbarer Dimension Autobahnen und Flughäfen. Am Ziel muss man sich dann natürlich auch flexibel mit dem Fahrzeug bewegen können. Deshalb besetzen wir den öffentlichen Raum in den Städten bis direkt vor die Wohnbereiche und Einkaufszonen mit PKW Stellplatzflächen. Dieser Junk-Space bei Rem Koolhaas steht analog zu den Nicht-Orten bei Marc Auge.</p>



<p></p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2560" data-id="9292" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-9292" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-scaled.jpg 1440w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-768x1366.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/WP_20180501_13_02_37_Pro-1152x2048.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="6218" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313.jpg" alt="" class="wp-image-6218" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/11/IMG_20220221_104313-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="9290" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010.jpg" alt="" class="wp-image-9290" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/12/23.06.2012-010-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="1012" data-id="8950" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932.jpg" alt="Bad Zwesten Dorfeingang" class="wp-image-8950" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932.jpg 1400w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932-300x217.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932-1024x740.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101932-768x555.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="1050" data-id="8949" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707.jpg" alt="Bad Zwesten Ortsausgang" class="wp-image-8949" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707.jpg 1400w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230715_101707-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="9365" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516.jpg" alt="" class="wp-image-9365" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240106_080516-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="11944" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-11944" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250404_192853.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1300" height="1126" data-id="9867" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930.jpg" alt="" class="wp-image-9867" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930.jpg 1300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930-300x260.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930-1024x887.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240303_163930-768x665.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" data-id="10449" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse.jpg" alt="" class="wp-image-10449" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Gluenderstrasse-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="870" data-id="10446" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig.jpg" alt="" class="wp-image-10446" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig-300x218.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig-1024x742.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/Mensch-Strasse-Venedig-768x557.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="905" data-id="10450" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914.jpg" alt="" class="wp-image-10450" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914.jpg 1400w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914-300x194.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914-1024x662.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230602_164914-768x496.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="796" data-id="11949" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816-1024x796.jpg" alt="" class="wp-image-11949" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816-1024x796.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816-300x233.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816-768x597.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_134816.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="788" height="1400" data-id="10451" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro.jpg" alt="" class="wp-image-10451" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro.jpg 788w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/WP_20190523_13_39_34_Pro-768x1364.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240105_105840.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="1200" data-id="10439" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240105_105840.jpg" alt="" class="wp-image-10439" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240105_105840.jpg 900w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240105_105840-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240105_105840-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="891" data-id="10404" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818.jpg" alt="" class="wp-image-10404" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818-300x223.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818-1024x760.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240414_114818-768x570.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-053-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" data-id="11947" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-053-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11947" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-053-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-053-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/10.2015-053-1.jpg 731w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a></figure>



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<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Straßen- und Hofräume </figcaption></figure>



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<h4 class="wp-block-heading">Sprachraum-Architektursprache</h4>



<p>Glaubt man im Studium, dass Architektur sich aus dem Nichts heraus neu erfinden lässt, dann ist das sicher eine Form von Naivität. Befördert oft von Professoren, die genau das in den Entwurfskorrekturen mit dem originär Neuem, bisher nie Dagewesenem suggerieren. Glaubt man das Gleiche immer noch später im Berufsleben, dann ist es eher Arroganz. Architektur ist eine Sprache, die sich weiterentwickelt. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Die Formenwelt der Architektur ist nicht erfunden worden, sondern sie ist gewachsen. Sie wurzelt vor allem tief in den Perioden menschlicher Kultur [&#8230;]. Auch die Formen müssen, wenn sie zur verständlichen Sprache werden sollen, Erinnerungsbilder auslösen können. Man kann den Schatz solcher Erinnerungsbilder anreichern, aber niemals mit einer Formensprache von vorn anfangen. Es fehlt ihr dann die wesentlichste Grundbedingung , die triviale Verständlichkeit. Es ist in der Tat unsere eigentliche architektonische Vergangenheit, in deren Vorstellungswelt wir uns einleben, um selbst architektonisch denken zu lernen. [&#8230;] Denn erst mit neuen Ideen wächst der Umfang der Formensprache über das Traditionelle hinaus.</em></p>



<p><em>[&#8230;] und die Idee eines Bauwerks [&#8230;] ist ein Komplex undeutlicher Vorstellungen nicht nur baulicher, sondern auch rein technischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur. [&#8230;] Bauliche Ideen sind abhängig von den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Verhältnissen einer Zeit, aus denen die baulichen Bedürfnisse hervorgehen; aber sie erhalten eine architektonische Form erst, wenn sie zu architektonischen Ideen werden, und diese entsprechen dem künstlerischen Wollen, den künstlerischen Absichten einer Zeit; die künstlerische Verwirklichung aber, die eigentliche künstlerische Gestaltungskraft beruht auf der Stärke des anschaulichen Denkens im Vorstellungsbild. Deshalb entsteht aus der Fülle baulicher Ideen, wie sie z.B. die neuere Entwicklung unseres wirtschaftlichen Lebens mit sich gebracht hat, nicht etwa automatisch eine neue Architektur &#8211; womit unser zeitgenössisches Selbstgefühl sich so gerne schmeichelt. &#8211; Das könnte erst der Fall sein, wenn im gleichen Maße architektonisches Denken zur Herrschaft käme, um architektonische Ideen und Vorstellungsbilder zu schaffen.</em></p>
<cite><br>Friedrich Ostendorf in Sechs Bücher vom Bauen. Erster Band Einführung (1913) in Kapitel II &#8211; Architektonisches Denken und Architektonische Formensprache<em> und Kapitel VII &#8211; Die Baukunst des Mittelalters und die Baukunst der Renaissance.</em></cite></blockquote>



<p>Zugegeben, nicht einfach zu durchdringen, diese 110 Jahre alte, akademische Sprache. Deshalb ein etwas frischerer Gedankengang von Daniel Liebeskind, der einen ähnlichen Kritikansatz hat zur trivialen Eindimensionalität im Denken des architektonischen Raums.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Architektur und Architekturausbildung reflektieren genauer vielleicht als alle anderen Künste die Gesellschaftsordnung, die Ideologie der formalen Gestaltung und die Grenzen , jenseits deren die Formen unakzeptabel und einfach als irrelevant und ordnungswidrig eingestuft werden. [&#8230;] Üblicherweise wird an Architekturschulen gelehrt, daß gewisse Strukturen und Entwürfe natürlich, angemessen und methodisch sind, kurzum repräsentativ für die Welt, und daß andere, besonders solche, die Elemente von Phantasie enthalten, eine andere Art des Denkens oder keinen Respekt vor dem bestehenden Produktionssystem erkennen lassen, unakzeptabel und unnatürlich sind.</em></p>
<cite><em>Daniel Liebeskind</em><br><em>Symbol und Interpretation(1980)</em></cite></blockquote>



<p>Woran liegt es eigentlich, dass all die klugen akademischen Diskussionen aus den Universitäten, den Architekten- und Ingenieurskammern und natürlich auch meine eigenen altklugen Gedanken in diesem Blog in der Realität des Bauens nicht ankommen? Es ist die gleiche Antwort wie zu den Umsetzungsproblemen im (Schul)Bildungssystem. Diese Institutionen haben keine Macht. Sie entscheiden nicht über das, was gebaut wird und wie das System sich entwickelt. Das wusste schon der Bauhaus Lehrer László Moholy-Nagy vor fast hundert Jahren. Bauunternehmer kann man im Zitat auch einfach durch Investor ersetzen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>die wenigen Menschen, die auf grund ihrer erkenntnisse seit langem zur durchdenkung und aktivierung neuer Möglichkeiten drängen, werden zur praktischen arbeit selten herangezogen. das erste und letzte wort hat heute im allgemeinen der bauunternehmer. [&#8230;] die gestaltung des raumes wird meist nicht diskutiert, vielleicht, weil ihr inhalt den wenigsten geläufig ist. [&#8230;] das bedeutet, daß eine wohnung nicht nur durch preisfragen und bautempo, nicht allein durch mehr oder weniger äußerlich gesehene Relationen von verwendungszweck, material, konstruktion und wirtschaftlichkeit bestimmt werden kann, es gehört dazu das raumerlebnis als grundlage für das psychologische wohlbefinden der einwohner.</p>
<cite><br>László Moholy-Nagy &#8211; von material zu architektur (1929)</cite></blockquote>



<p>Kronsrode steht beispielhaft für das eindimensionale architektonische Denken des kurzen Augenblicks mit Abwertung aller Bautraditionen und dem reinen Reproduzieren von engen Denkmustern, das Ostendorf und Liebeskind beschreiben. Ein rationalisierter Stil wird ohne Reflektion massenhaft reproduziert. Architektur wird zur rein technischen und ökonomischen Leistung und verliert so ihre tiefere Bedeutungsebene.</p>



<p>Jeder, der einmal einen Raum mit geheimnisvoller Ausstrahlung und Atmosphäre betreten hat, weiß, dass sich dieses Empfinden nur aus der oberflächlichen Technik, formalen Gestaltung und sichtbaren Baukonstruktion des Gebäudes nicht abschließend erklärt. Vereinfacht ausgedrückt nimmt sich die Bauwirtschaft nicht die notwendige Kreativität um aus allen Richtungen zu denken, sondern baut mit voreingestellten Beschränkungen. Nur die Aufnahme aller kulturellen menschlichen Quellen und Gedanken in den Entwurfsprozess führt zum architektonischen Entwurf. Etwas philosophisch ausgedrückt muss die Architektur aus den menschlichen Gedanken kommen und kann auch nur so wieder zum Menschen führen. Allerdings ist dieser Mensch nicht der homo faber von Max Frisch.</p>



<p>Dem neuen Stadtteilprojekt Kronsrode fehlt die umfassende und tragende architektonische Idee, die Metaebene. Ökonomie ist keine architektonische Idee, sondern nur eine von vielen planerischen Rahmenbedingungen. Die sich selbst schmeichelnden Entwickler in Kronsrode, die Ostendorf 1913 meint, ohne sie damals schon zu kennen, sind 2023 angetreten, Blöcke mit günstigem Wohnungsbau zu füllen. Dazwischen Abstandsgrün und kleinkronige Bäume. Das wars dann aber auch. Günstig ist eben nicht wirtschaftlich oder nachhaltig.  Diesen Unterschied kennt sogar die VOB. Die Nachträge werden kommen. Seien sie wirtschaftlicher oder sozialer Natur.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>so steht es z.b. außer diskussion, daß heute die errichtung von wohnhäusern für das existenzminimum dringendste <em>notwendigkeit und</em> nächstliegene aufgabe ist. doch selbst bei einer so begrenzt gestellten aufgabe wird man die gesetze, die in den großen biologischen zusammenhang gehören , nicht vergessen dürfen.</p>
<cite><br>László Moholy-Nagy von material zu architektur (1929)</cite></blockquote>



<p>Aktuell sprechen wir über Abrisse von innerstädtischen Einzelhandelskomplexen und Betonbauten der Verwaltungs- und Büroarchitektur aus der Nachkriegszeit. Die intelligente, künstlerisch anspruchsvolle und sehr beliebte Gründerzeitarchitektur steht dagegen schon seit 150 Jahren. Ehemals großbürgerliche Grundrisse von 200 qm lassen sich sehr flexibel in kleinere Wohnungsgrößen verwandeln. Nicht zu reden von den qualitätvollen, kleinmaßstäblichen Außenräumen dieser Stadtviertel. Das funktioniert, weil diese Architektur eine tragende Idee besitzt, die nicht nur rein wirtschaftlich entwickelt wurde. Wie diese Idee und der sogenannte menschliche Masstab in einer Eingangssituation zum Wohnen aussehen kann, zeigt das Beispiel aus der Nordstadt. Die Zentrale der Hanova liegt etwa einen Kilometer von diesem gründerzeitlichen Eingang entfernt. So dicht dran und doch übersehen. Oder nicht verstanden. Eingänge sind räumlich plastische Übergänge und keine Türblätter, die man in die Fassade einschneidet und an den Bordstein stellt. Der Haus- und der Hofeingang in der Nähe des Lindener Marktes Hannover belegen die Aussage von Hermann Sörgel.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Manchmal hat man die größte ästhetische Befriedigung, den Vollgenuss eines Raumes nicht inmitten desselben, sondern beim Eintreten.  </p>
<cite>Hermann Sörgel &#8211; Architektur-Ästhetik (2018)<br></cite></blockquote>



<p><a href="https://www.wasserstadt-limmer.de/">wasserstadt-limmer.de</a></p>



<p><a href="https://kronsrode.de/">Kronsrode | Draußen in der Stadt.</a></p>



<p><a href="http://www.xn--ohe-hfe-e1a.de/">OHE-HÖFE – gemeinschaftlich wohnen </a></p>
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<p></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1300" height="843" data-id="10469" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024.jpg" alt="" class="wp-image-10469" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024.jpg 1300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024-300x195.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024-1024x664.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143024-768x498.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1300" height="882" data-id="10470" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612.jpg" alt="" class="wp-image-10470" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612.jpg 1300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612-300x204.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612-1024x695.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230121_143612-768x521.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" data-id="10478" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157.jpg" alt="" class="wp-image-10478" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20230702_125157-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20210131_130458.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="938" height="1250" data-id="8669" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20210131_130458.jpg" alt="" class="wp-image-8669" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20210131_130458.jpg 938w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20210131_130458-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20210131_130458-768x1023.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 938px) 100vw, 938px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125230.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="11859" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125230-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11859" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125230-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125230-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125230.jpg 825w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125119.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="750" data-id="11858" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125119.jpg" alt="" class="wp-image-11858" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125119.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125119-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250217_125119-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Städtebau in Kronsrode und Ørestad &#8211; Eingänge in Linden und der Nordstadt</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Bewegung im Raum</h4>



<p>Ein Beispiel aus Neuruppin. Gebäude, Durchfahrten, Höfe und Durchblicke, die sich an der Stadtmauer aufreihen. Der Architekt Friedrich Ostendorf beschrieb 1913 derartige Raumfolgen als Aufreihung von Raumgruppen an einer dynamischen Achse.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Das Verhältnis der Räume zueinander wird umso klarer werden und die architektonische Wirkung der ganzen Raumgruppe wird umso stärker, je folgerichtiger diese Achse für alle Räume die Symmetrieachse bildet. [&#8230;] Aber es handelt sich bei solchen Anlagen nicht um das von einem Standpunkt aus mit einem Blick erfassbare Einzelbild, sondern um den ganzen Raumzusammenhang aller durch die Symmetrieachse architektonisch aneinander gebundenen inneren und äußeren Räume; ein Zusammenhang , der beim Durchschreiten der Raumbilder in der Richtung gebenden Symmetrieachse in zeitlicher Folge zum Bewußtsein kommt. So wird aus einer Einzelwirkung oder auch aus mehreren Einzelwirkungen , die sich zusammenhanglos nicht steigern, sondern unter Umständen sogar abschwächen, durch eine in der Symmetrieachse angelegte eine gesteigerte Wirkung in Intervallen.</em></p>
<cite><br>Friedrich Ostendorf in Sechs Bücher vom Bauen. Erster Band Einführung (1913) in Kapitel VI &#8211; <br><em>Raumgruppen</em></cite></blockquote>



<p>Der legendäre Hamburger Stadtbaudirektor Fritz Schumacher formuliert 1926 ähnliche Gedanken zur Bewegung des Menschen in der Architektur :</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die zeitlich sich abrollenden <em>Wirkungen der Bewegung</em> bringen es mit sich, daß wir das optisch garnicht faßbare Bild der organischen Idee eines Architekturgebildes in uns tragen und dieses Bewegungsbild mit dem jeweiligen optischen Bilde bewußt oder unbewußt verbinden. [&#8230;] &#8211; das Bild vom Saal des Würzburger Schlosses, das wir in uns aufnehmen , ist untrennbar verbunden mit dem Bewegungs-Erlebnis des Treppenlaufs [&#8230;]  Wir tasten das organische Raumgefüge nicht nur mit dem Auge, &#8211; das es in Bilder zerlegt, &#8211; sondern durch die Bewegung mit unseren ganzen Körperlichkeit ab.</p>
<cite><br>Fritz Schumacher &#8211; Das bauliche Gestalten (1926)</cite></blockquote>



<p>Die Neuruppiner Stadtmauer bildet diese Bewegungsachse, die uns in die Tiefe führt. An dieser Linie durchschreiten wir Grenzen und betreten die aufgereihten Außen- und Innenräume in einem Wechsel von Enge, Weite und Höhe. Immer sind es Öffnungen, Durchbrüche, Durchblicke, Fenster und Türen, die uns, neugierig geworden, weiterführen. Am Ende haben wir diese spannende architektonische Raumfolge durch eigene Bewegung und Positionswechsel verstanden. Wir tragen diese Bewegungsabfolge der Architektur <em>in uns </em>gespeichert, wie Schumacher schreibt und können uns später noch genau an unsere Bewegungen erinnern. </p>



<p>Genauso wählen wir einen bestimmten Sitzplatz im Cafe oder treten durch bestimmte Durchgänge, weil wir dahinter einen schönen Ort vermuten. Wolfgang Meisenheimer beschreibt diese Orientierung im Raum und den Raumwechsel in seinem Buch <em>Das Denken des Leibes und der architektonische Raum (2004)</em> mit den Begriffen <em>atmosphärische</em> <em>Inseln </em>und<em> Erlebnisinseln.</em></p>



<p><em>Das Gegenüberstehen, Drinsein, Draufstehen, Hinübergehen, Eintreten usw. eben die eigene Bewegung als Orientierungshandlung, bringt uns in die Lage des ersten Verstehens. (&#8230;) Wir ziehen einen besonderen Sitzplatz vor, wir scheuen einen Tür-Durchgang, werden von einem Garten verzaubert usw., die angebotene Szene erweist sich als brauchbar, willkommen oder bedrohlich.</em></p>



<p><br><em>Wolfgang Meisenheimer &#8211; Das Denken des Leibes und der architektonische Raum (2004)</em></p>



<p>Am deutlichsten findet sich der künstlerische Wechsel der Raumperspektive mit Filmschnitt und Kameraschwenk im Kino. Auch wir bewegen uns durch Räume und Umgebungen wie in einem filmischen Spannungsbogen. Raum spielt im Film als künstlerisches Mittel auf der zweidimensionalen Leinwand neben der schauspielerischen Qualität eine entscheidende Rolle. Im Film <em>Der</em> <em>Leuchtturm</em> (2019) ist dies eindrucksvoll spürbar. Der psychische und physische Kampf eines Leuchtturmwärters mit seinem Gehilfen hätte ohne die bedrückende Enge des Leuchtturms und die bedrohlichen Naturgewalten der Außenräume auf der abgelegenen Insel vor der kanadischen Küste deutlich weniger suggestive Kraft. Gesteigert wird dies noch durch die Schwarzweißästhetik und das enge Bildformat.</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=X6fw9VbVJSQ">DER LEUCHTTURM TRAILER (2019) (youtube.com)</a></p>



<p>Überfüllte, bunte Räume und triste, leere Räume zeigt der Film <em>Alles In Bester Ordnung</em> (2021) in dem sich zwei Menschen mit zwei völlig unterschiedlichen Raumvorstellungen begegnen.</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=F7FrJ5fw3Oc">ALLES IN BESTER ORDNUNG | Offizieller Trailer | Deutsch (youtube.com)</a></p>



<p>Der Philosoph Gernot Böhme findet in seiner Schrift Atmosphäre (1995) bildhafte Worte, mit denen er unser ständig wechselndes Raumerleben beschreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Wir nennen diesen primären und in gewisser Weise grundlegenden Gegenstand der Wahrnehmung die Atmosphäre. Deutlich wird deren Priorität bei einem Wahrnehmungsschwenk oder, sagen wir es noch deutlicher mit der Filmtechnik , bei einem Schnitt, mit dem man gewissermaßen in eine neue Welt eintritt. Zum Beispiel: Man kommt aus einer belebten Straße und betritt einen Kirchenraum. Oder man betritt eine noch unbekannte Wohnung. Oder man hält zur Rast bei einer Autofahrt an, geht ein paar Schritte, und plötzlich öffnet sich der Blick aufs Meer.</em></p>



<p><em>Gerade die Architektur produziert in allem, was sie schafft , Atmosphären. (&#8230;) Gebäude , Innenräume, Plätze, Einkaufscenter, Flughäfen, städtische Räume wie Kulturlandschaften können erhebend sein, bedrückend, hell, kalt, gemütlich, feierlich, sachlich, sie können eine abweisende oder eine einladende, eine autoritative oder eine familiäre Atmosphäre ausstrahlen.</em></p>



<p></p>
<cite><em>Gernot Böhme &#8211; Atmosphäre (1995)</em></cite></blockquote>



<p>Das schon an anderer Stelle beschriebene Bad Zwesten hat zwar einen sehr hässlichen Ortsausgang, aber auch eine traditionelle Musikkneipe. Etwas, das wir an Irland sehr bewundern, das es aber in deutschen Dörfern und Städten kaum noch gibt. Manchmal denke ich, die Kneipen verloren ihre Qualität und Individualität mit dem Verschwinden des 0,2 Liter Pilsglases. Es gibt immer weniger gute gastronomische Räume, weil es auch immer weniger Kneipen gibt. Laut Hotel- und Gaststättenverband gab es 2013 noch 32.348 Kneipen, 2022 nur noch 19.201. Ein sozialer Kommunikationsraum verschwindet. Das Spandau in der Nordstadt Hannover betreibt tatsächlich ein Architekt. Zu allen Tages- und Jahreszeiten spürt man hier den Gestaltungswillen. Der Weg zwischen Straße und Glasfassade wird zum Wohnraum. Für den fließenden Übergang zwischen Innen und Außen öffnen sich die großen Schiebeelemente.</p>



<p>In der Musikkneipe in Bad Zwesten traf ich den Historiker und Tennisspieler aus Kassel. Sehr persönliche und ungewöhnliche Gründe führten uns durch Zufall oder Vorbestimmung an diesem merkwürdigen und vergessenen Ort zusammen. Einige Gespräche später schenkte er mir auf einem abgerissenen Zettel ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg, das auch zu den schlechten städtebaulichen Räumen unserer Zeit passt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.</em></p>
<cite><em>Georg Christoph Lichtenberg (1742 &#8211; 1799)</em></cite></blockquote>



<p>Eigentlich ein schönes Schlusswort für diesen Beitrag, aber ich bin hier noch nicht fertig.</p>



<p><a href="http://blackpearl-badzwesten.de/">blackpearl-badzwesten.de</a></p>



<p>Schaut man in die Architekturmagazine, egal ob in die Print Medien mit Zielgruppe Bauherr(in) oder die für das Fachpublikum der Planer(innen), dann wird regelmäßig die Architektur als Baukörper, als plastische Skulptur und ikonisches Bild in den Himmel gelobt. Selten wird über Räume gesprochen. Man könnte es aber auch radikal anders sehen wie beispielsweise Fritz Schumacher, der schon 1926 den entscheidenden Satz schrieb.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] ist im Gegenteil das Mittel, durch das sich der eigentliche Zweck des Bauwerks erfüllt, garnicht die Außenerscheinung, sondern die Innenerscheinung des vom plastischen Körper umschlossenen Raumes. [&#8230;] So ist die Rolle, die das Körperliche im Bauwerk spielt, etwas ganz Eigentümliches, nur der Baukunst Eigenes, der Körper ist gleichsam nur die Scheidewand zwischen zwei Raumwelten: der Raumwelt des Innern und der Raumwelt des Äußeren. [&#8230;] Die Raumgestaltung ist das Ziel, die Körpergestaltung das Mittel. Die Raumgestaltung ist das beherrschende , die Körpergestaltung das dienende Prinzip. [&#8230;] Architektur ist die Kunst doppelter Raumgestaltung durch Körpergestaltung.</p>



<p>Fritz Schumacher &#8211; Das bauliche Gestalten (1926)</p>
</blockquote>



<p>Um es mal etwas provokativ zu sagen: Folgt man diesen Gedanken konsequent, dann müssten alle Architekturwettbewerbe nach der Raumqualität der Außen- und Innenräume, die der architektonische Körper voneinander trennt, entschieden werden. Dem ist aber üblicherweise in den Wettbewerbsentscheidungen nicht so. Hochgejubelt besprochen werden eher Baukörper und stilistisch plakative Fassadenthemen.</p>



<p>Die Planung zur Wasserstadt in Hannover Limmer war eine Orgie von Wettbewerbsentwürfen und Präsentationen mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Schaut man sich jetzt das Endergebnis der tatsächlich realisierten Außenräume an, wird der Investor selbstbewusst dazu sagen: <em>Hat sich wirklich gelohnt. </em>Die Autos fahren in die Untergeschosse der Townhouses oder stehen an den breit gepflasterten Fahrwegen mit kümmerlicher Randbegrünung. Wem gehören nochmal die Außenräume im Wohnumfeld? Sah die 3D Animation des Quartiers im Wettbewerb nicht noch ganz anders aus?</p>



<p>Architektur ist Arbeit mit Raum(vorstellungen). Alle bisher hier zitierten großen Namen der Architekturgeschichte und Theorie sind sich einig über diese zentrale Aussage. Der architektonische Körper und die stilistischen Flächengestaltungen der Fassaden sind dabei nur Mittel zum Zweck. Hermann Sörgel sagt dazu:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Eigenart der Architektur muß in etwas bestehen, das allgemein für alle Zeiten und Stile gemeinsam zutrifft und nicht etwa in Eigentümlichkeiten, welche nur für eine besondere Stilrichtung oder Zeitepoche gelten.</p>



<p>In der Tat hat die Architektur &#8211; obwohl als reine Zweckerfüllung immer Raumbildung &#8211; in ihrer Entwicklung als Kunst einen langen, harten Kampf nicht nur mit dem Körperhaften, sondern auch mit dem Flächenhaften geführt, bis sie sich zum entschieden Raumbildenden im höchsten Sinn durchgerungen hat.</p>



<p>Der byzantinische und auch der romanische Stadtbau bevorzugten wie der ägyptische die Fläche bei ihren Raumbildungen, der gotische, ebenso wie der griechische Stil mehr den Körper. Die Renaissance erinnert in der Vereinigung von Fläche und Masse an den römischen Baustil, indem beide das eigentlich räumliche Element in den Vordergrund stellen. So kann man eine gewisse periodenhafte Gesetzmäßigkeit in der Entwicklung des Raummäßigen erkennen und feststellen.</p>



<p>Hermann Sörgel &#8211; Architektur-Ästhetik (1918)</p>
</blockquote>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Noch besser und einprägsamer finde ich die zentralen Aussagen von Phillipe Boudon in <em>Der Architektonische Raum </em>(1971):</p>



<p><em>Architektur ist gedachter Raum. [&#8230;] Diese Grundannahme hat in der Architektursprache einen Namen: Entwurf.</em></p>



<p>Deshalb steht in der Unterschriftszeile unter Bauanträgen auch der Entwurfsverfasser. Ob sich das wohl jeder der dort unterschreibt auch bewusst macht?</p>



<p>Das Bauhaus oder die Gründerzeit sind als Stil also nicht per se gut oder schlecht, sondern erst dann Architektur, wenn Räume entstehen, in denen Menschen sich wiederfinden. Die Tristesse der großen Nachkriegssiedlungen, die auf die Einfachheit des Bauhauses Bezug nahmen, ohne die gleichen räumlichen Qualitäten zu liefern, gehört sicher nicht dazu.</p>



<p>Ein gutes Beispiel für Raumqualität ist die Gebäudeflucht und Sichtachse an der neuen Konzernzentale des Energiekonzerns Enercity in Hannover. Fertigstellung 2023 und mit 20.000 qm Nutzfläche das aktuell größte Passivhaus Gebäude Deutschlands. Der Blick geht an der Fassade entlang auf die Historismus Architektur der Braunstraße. Über die Fassadenstile der alten und neuen Architekturoberflächen muss man nicht diskutieren. Die Stile sind räumlich nicht relevant. Denn die Wirkung des dynamischen Zwischenraums mit der historischen Architektur im Fluchtpunkt macht das eigentliche Architekturerlebnis.</p>



<p>Gleiches gilt für den Schulhof vor meinem Gymnasium in Rinteln. Wir haben ihn in meiner Schulzeit nie als Aufenthaltsbereich wahrgenommen. Heute weiß ich warum. Ein Nichtraum, nur Übergang zur Bushaltestelle und Parkplatz. Erst mit dem Neubau der Integrierten Gesamtschule gegenüber kam die Aufenthaltsqualität und die geschlossene Raumkante. Jetzt schauen sich beide Schulen gegenseitig an und geben dem Platz Ruhe und ein Gesicht. Etwa 50 Jahre liegen zwischen dem Betonsystembau und dem Holzständerbau. 50 Jahre ohne Zwischenraum! Auch hier funktioniert das neue Raumerlebnis ganz unabhängig von den beiden unterschiedlichen Architekturkonzepten und Fassadenmaterialien. Sie bilden nur die Kulisse. Entscheidend ist der geschlossene Platzraum. Bilder vom Innenraum des Holzbauschule unter <a href="https://stadtpunkte.blog/fachwerk/"><strong>Fachwerk und Beton</strong></a>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] aber so wie es möblierte Zimmer und auch leere gibt, so könnte man von eingerichteten und noch uneingerichteten Plätzen reden, die Hauptbedingung dazu ist aber beim Platz sowie beim Zimmer die Geschlossenheit des Raumes.</p>
<cite>Camillo Sitte &#8211; Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen (1889)</cite></blockquote>



<p>Diesen Vorrang des architektonischen Raumes gegenüber der Fassadenausbildung sehen Bau- und Kunsthistoriker, insbesondere die, die sich in der Denkmalpflege bewegen, erstaunlicherweise oft ganz anders. Sie denken Architektur in Baustilen. Das müssen sie auch, denn sonst verschwindet ihre Existenzberechtigung. Die Wahrheit ist: Fassadenstile sind Zeitzeugnisse, interessant aber oberflächlich, flüchtig und der architektonischen Idee untergeordnet. Stile dienen dem Raum als Hülle. Entscheidend ist der von ihnen erzeugte und eingeschlossene Raum, das Raumgefühl. Daran bemisst sich die Qualität von Architektur. Jede Stilepoche hat schlechte und herausragende Raumqualitäten.</p>



<p>Die Fassade als notwendige harte Grenze und Trennung zwischen Innen- und Außenraum zu betrachten ist auch eher ein konservativer Gedanke, der dem menschlichen Bewegungsraum nicht annähernd folgt. Der künstlerisch installierte Raum im Park des Edelhofs in Hannover Ricklingen, aufgehängt aus Bettlaken und Gardinen wie Wäsche in Wind und Sonne, verblüfft durch ein Raumgefühl von Übergängen, Transparenz und Unendlichkeit. Gerade sitzt man noch geborgen zwischen den textilen Schleiern und blickt auf die schemenhafte Umgebung, da reißt plötzlich ein Windstoß die leichte Hülle auf und wir sind wieder zurück in der Realität und im Außenraum. Vielleicht ist der Künstler dem Architekten doch überlegen. Ich beginne mich langsam selbst zu widerlegen. Staunend und fasziniert saß ich auf dem Klappstühlen zwischen den wogenden Stoffflächen. Übrigens das einzige Kunstobjekt, das mich an diesem sonnigen und windigen Sommertag im Park vor der Kulisse des alten Gutshofs wirklich beeindruckt hat. Die Künstler vom <em>Atelier Anthrazit </em>in Hannover nennen ihr Werk <em>T/Raum</em>. Ich werde ihnen mal schreiben und mich für das Erlebnis bedanken.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Ein Schritt durch die dünnste aller Türen genügt, um eine Welt zu verlassen und die andere zu betreten. </em></p>



<p><em>Rudolf Arnheim  &#8211; Die Dynamik der architektonischen Form (1977)</em></p>
</blockquote>



<p>Wie ist es also mit dem jahrhundertealten Richtungsstreit zwischen Malerei, Bildhauerei und Baukunst. Wer hat den legitimen Anspruch, die Hoheit über die Raumbildung? Ist Kunst nur Raumdarstellung? Ich habe eine leichte Tendenz zur Architektur. Denn sie ist das dreidimensionale Medium, das uns umgibt und in dem wir uns bewegen. Das provoziert heftigen Widerspruch und ist mir bewusst. Manche Künstler sind in ihrer zweidimensionalen Raumdarstellung so gut, dass mir hin und wieder Zweifel kommen. Wie zu Johannes Vermeer (im Beitrag <strong><a href="https://stadtpunkte.blog/lesenswert/">Lesenswert </a></strong>) oder der im Wind wogenden Wäsche in einem alten Park.</p>



<p>Die Ausstellung <em>Suspense</em> in der Galerie Drees Hannover war dann auch wieder so ein Moment der Unsicherheit in meiner Raumvorstellung. Drei Künstler mit drei suggestiven Varianten der Raumdarstellung: Thomas Dillmann, Jens Hausmann und Max van Dorsten. Hyperrealistische Gemälde von Stadt- und Landschaftsräumen, digital abstrahierte und reduzierte Fotografien und fiktive Architekturen, die an die Glashäuser von Richard Neutra, Mies van der Rohe oder Philip Johnson erinnern. Die Bilder sprechen. Alles in einer Perspektive. Mein Standort, um mich herum die historischen Raumbegrenzungen der Galerie, an der Wand die fiktiven Räume der Künstler und draußen vor den Fenstern die realen Räume des tristen Gewerbegebietes. Zu dem Raum im Bild des Künstlers und den realen Räumen der Architektur, die uns umgibt, deshalb nochmal zwei Standpunkte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Malerei ist also nur ein Trick, der unseren Augen eine ähnliche Projektion darbietet wie die, welche die Dinge in der gewöhnlichen Wahrnehmung in sie einzeichnen würden und einzeichnen. Sie lässt uns in Abwesenheit des wirklichen Gegenstandes sehen, wie man den Gegenstand im wirklichen Leben sieht, und vor allem läßt sie uns Raum sehen, wo keiner ist. [&#8230;] Das System der Mittel, durch die sie uns sehen lässt, ist Gegenstand der Wissenschaft. </p>



<p>Maurice Merleau-Ponty Das Auge und der Geist (1984)</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die gegenständliche Malerei dient der Veranschaulichung, [&#8230;] Wiedergabe eines Gegenstandes, der in einem ganz anderen Raum existiert. Die bildliche Darstellung, quasi die zweite Wirklichkeit des Gegenstandes [&#8230;] als Möglichkeit, Gesetze der Proportion aus dem Verhältnis zwischen dem Raum des Objektes und der Darstellung des Raum des Objektes abzuleiten. </p>



<p>Die Architektur geht den umgekehrten Weg. Es gib keine Abbildung im Sinne gegenständlicher Malerei, sondern die Architektur bildet, so scheint es, nur sich selbst. Noch anders, der Architekt stellt das architektonische Objekt dar, das er erst entwirft. Es gibt dabei wohl die Projektion des Raumes, aber es ist die Projektion des vom Architekten gedachten Raumes auf den realen Raum.</p>



<p>Phillipe Boudon &#8211; Der architektonische Raum (1971) </p>
</blockquote>



<p>So einfach wie spektakulär dieser Gedanke von Boudon: <em><strong>Architektur ist gedachter Raum projiziert auf den wirklichen Raum. </strong></em>Und mindestens gleichwertig der Satz von Merleau-Ponty: <em><strong>Malerei lässt uns Raum sehen, wo keiner ist.</strong></em> Damit kann ich gut leben in dieser endlosen Diskussion von architekturraum und Kunstraum.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="725" height="1024" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_182102-e1744553186612-725x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11990" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_182102-e1744553186612-725x1024.jpg 725w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_182102-e1744553186612-212x300.jpg 212w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_182102-e1744553186612-768x1085.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20250405_182102-e1744553186612.jpg 991w" sizes="auto, (max-width: 725px) 100vw, 725px" /></figure>



<p>Robert Delaunay &#8211; &nbsp;Saint-Séverin No I (1909)</p>



<p>Robert Delaunay zeigt uns also ein Abbild des gotischen Chorraums der Pariser Kirche und nicht den architektonischen Raum. Ein interessanter Künstler, der poetische Architekturräume, Architekturplastiken schafft und die Grenze von Architektur und Kunstraum auflöst, ist der Bildhauer Claus Bury. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Der Ingenieur beschäftigt sich mit der Funktionsweise von Dingen. Der Künstler schafft aus sich heraus etwas Neues, darin besteht seine Kreativität.</p>



<p>Claude Bury- Was macht einen Menschen zum Künstler?                   <em>Die Zeit</em> (2024)</p>
</blockquote>



<p>Aber zurück zum tristen Gewerbegebiet neben der Kunstgalerie Drees. Wir sind wieder beim Thema. Man bekommt gegenwärtig in der Bauwirtschaft den Eindruck, gutes Bauen basiere ausschließlich auf Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und baulogistischer Effizienz. Einzelne Ausnahmen von hoher architektonischer Qualität nehme ich hier ausdrücklich aus. Diese Ideologie spricht der Architektur jegliche Emotion und Sinnlichkeit ab. Dann könnte man auch gleich behaupten, das Menschsein bestünde nur aus Körperfunktionen ohne irgendeine geistige Gefühlsebene. Es scheint ein bisschen so, als ob die Bauindustrie mit Legosteinen spielt, ohne dabei nachzudenken oder Spaß zu haben. Mit Lego bauende Kinder sind da eindeutig kreativer, sensitiver und weiterentwickelt. Auch ich habe in dieser Zeit noch glücklich und zufrieden gebaut. Die Steine gibt es noch.</p>



<p><a href="https://www.enercity.de/magazin/deine-stadt/neue-enercity-konzernzentrale">Die neue enercity-Konzernzentrale</a></p>



<p><a href="https://galerie-drees.de/">Galerie Drees | Zeitgenössische Kunst in Hannover </a></p>



<p><a href="https://www.atelieranthrazit.com/home">ATELIER ANTHRAZIT</a></p>



<p>Architektonischer Raum nach einer unruhigen Nacht. Morgenlicht und Schattenwurf auf dem faltigen Kopfkissen. Wer ahnt beim Aufwachen schon, wie kompliziert es jetzt wird. </p>



<p>Die Falte &#8211; ein räumliches Thema bei Peter Eisenmann in<em> Visions Unfolding</em> (1992). Eisenmann bezieht sich in seiner Architekturtheorie auf den französischen Philosophen Gilles Deleuze, der aus den Schriften von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646- 1716) eine Philosophie der Falte entwickelt. Nach Eisenmann zeigt die unendliche Abwicklung der Falte das Zusammenfließen von Innenraum und Außenraum. Der gefaltete Raum verändert die bisherige klassische Architekturwahrnehmung, die den dreidimensionalen Raum planerisch in eine zweidimensionale Ebene projeziert. Die Falte lässt sich mit dieser Art der traditionell darstellenden Geometrie nicht mehr greifen und abbilden. Schon die Architekturtheorien von Peter Eisenmann sind für mich ohne Philosophiestudium schwer zu ergründen. Den Ursprungstext <em>Die Falte</em> (2000) von Gilles Deleuze habe ich mir in meinem grenzenlosen Optimismus dazu geholt und verstehe vielleicht 20 Prozent von dem, was er formuliert. Und wer sich noch weiter verlieren möchte in einem unendlichen Gedankengebäude, der schaut mal bei Gottfried Wilhelm Leibniz vorbei, dem Wissenschaftler des Barock, auf den sich Eisenmann und Deleuze in ihren Raumtheorien berufen.</p>



<p>Leibniz &#8211; wahnsinnig im positiven Sinn und kreatives Genie. Unglaublich schon seine Erfindung einer mechanische Rechenmaschinen, einem Computer des Barock. Die Dimension seiner 100.000 handbeschriebenen Blätter ist aber nahezu unvorstellbar. Die Auswertung und Analyse beschäftigt ein fortlaufendes Forschungsprojekt. Kompliziert in der Analyse deshalb, weil Leibniz auf einem Blatt je nach Eingebung und Idee die zugeflogenen Gedanken aus unterschiedlichen Naturwissenschaften niederschrieb, Skizzen hinzufügte, die Blätter dabei drehte und dann zur Neusortierung nochmal auseinanderschnitt. Nur mit digitalen KI Assistenzsystemen kommt man heute zu einem annähernden Verständnis und einer Analyse. Diese Schwierigkeiten trösten mich etwas bei meinen eigenen Problemen, mich in der in der unendlichen Geometrie der Falte zu orientieren.</p>



<p><a href="https://musterfabrik-berlin.de/landingpage/index.php/leibniz-handschriften/">Digitale Rekonstruktion der &#8222;Leibniz-Handschriften&#8220; &#8211; </a></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="8954" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-8954" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/07/IMG_20201012_151453.jpg 1350w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1350" height="1013" data-id="8692" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551.jpg" alt="" class="wp-image-8692" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551.jpg 1350w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20201012_151551-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1350px) 100vw, 1350px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1191" data-id="9048" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301.jpg" alt="" class="wp-image-9048" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301-300x298.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301-1024x1016.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301-150x150.jpg 150w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2023/05/IMG_20230806_085301-768x762.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1338" data-id="9681" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707.jpg" alt="" class="wp-image-9681" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707.jpg 1700w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707-300x236.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707-1024x806.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707-768x604.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240210_185707-1536x1209.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1200" data-id="9758" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304.jpg" alt="" class="wp-image-9758" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304.jpg 1600w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20231230_133304-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2200" height="847" data-id="9800" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921.jpg" alt="" class="wp-image-9800" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921.jpg 2200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921-300x116.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921-1024x394.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921-768x296.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921-1536x591.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240306_153921-2048x788.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2200px) 100vw, 2200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1334" data-id="9857" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151.jpg" alt="" class="wp-image-9857" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151.jpg 1700w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151-300x235.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151-1024x804.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151-768x603.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/01/IMG_20240309_135151-1536x1205.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1134" data-id="10383" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339.jpg" alt="" class="wp-image-10383" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339.jpg 1700w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339-300x200.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339-1024x683.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339-768x512.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_130339-1536x1025.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1275" data-id="10384" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347.jpg" alt="" class="wp-image-10384" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347.jpg 1700w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_134347-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1300" height="975" data-id="10385" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046.jpg" alt="" class="wp-image-10385" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046.jpg 1300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240309_135046-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1300px) 100vw, 1300px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="792" data-id="11242" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358-1024x792.jpg" alt="" class="wp-image-11242" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358-1024x792.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358-300x232.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358-768x594.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_162358.jpg 1100w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="469" data-id="11271" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529-1024x469.jpg" alt="" class="wp-image-11271" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529-1024x469.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529-300x137.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529-768x352.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240914_162529.jpg 1300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="961" data-id="11241" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435-1024x961.jpg" alt="" class="wp-image-11241" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435-1024x961.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435-300x282.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435-768x721.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2024/03/IMG_20240901_154435.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



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<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Kunsträume &#8211; soziale Räume &#8211; Außenräume</figcaption></figure>



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		<title>Fachwerk und Beton</title>
		<link>https://stadtpunkte.blog/fachwerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dirk Diekmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 15:23:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Bushaltestelle]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man sich beruflich sehr dicht an einem Thema bewegt, wird es mit der neutralen Betrachtung nicht einfach. Deshalb versuche ich es mal ohne den romantisierenden Touristenblick, der sich nur für Fassadenbilder und Fachwerkkulisse interessiert. Welche Erkenntnisse bringt uns der traditionelle Fachwerkbau in der ökologischen Krise. Dazu muss man diese Bauweise der heutigen Bauindustrie gegenüberstellen. [&#8230;]]]></description>
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<p>Wenn man sich beruflich sehr dicht an einem Thema bewegt, wird es mit der neutralen Betrachtung nicht einfach. Deshalb versuche ich es mal ohne den romantisierenden Touristenblick, der sich nur für Fassadenbilder und Fachwerkkulisse interessiert. Welche Erkenntnisse bringt uns der traditionelle Fachwerkbau in der ökologischen Krise. Dazu muss man diese Bauweise der heutigen Bauindustrie gegenüberstellen.</p>



<p>Über Jahrhunderte, lange bevor die heutigen Einfamilienhäuser mit Sondermüll gedämmt wurden, war der Fachwerkbau eine bewährte <em>Massenbauweise</em> in Deutschlands Städten und Dörfern. Natürlich mit regionalen Besonderheiten im statischen System, der Raumaufteilung, Farbigkeit und den Verzierungen. Aber als Typus des Holzskelettbaus mit klassischen Holzverbindungen und Ausfachungen in weich gebrannten Ziegeln oder Lehmstaken grundsätzlich vergleichbar. Interessant ist, dass zu Zeiten, in denen Begriffe wie Nachhaltigkeit und ökologisches Bauen mit biologischen Baustoffen unbekannt waren, diese Materialien wie selbstverständlich eingesetzt wurden, während im Jahr der UN Klimakonferenz 2022 Beton, Stahl, hartgebrannte Industrieziegel, energieintensive, großflächige Verglasungen und erdölbasierte Dämmungen die Baustoffindustrie beherrschen. Das ist deutsche Nachkriegstradition und immer noch Realität. Auch meine Eltern, die 1957 das erste Mal bauten, waren überzeugte Massivhausanhänger und haben sich regelmäßig misstrauisch zur Haltbarkeit von Holzhäusern geäußert. Das zu meiner eigenen architektonischen Sozialisation. Wie vielen anderen Kindern das auch erzählt wurde, sieht man heute in den Neubaugebieten. Nur zur Erinnerung, die ältesten mittelalterlichen Fachwerkhäuser in Deutschland sind fast 800 Jahre alt mit bauphysikalischer Feuchtesteuerung durch Lehmbaustoffe. Noch so ein schlauer Terminus, den im Mittelalter keiner kannte. Einfach regional gebaut nach Intuition. Heute wissen wir alles und machen wenig&#8230;</p>



<p>Ganz langsam und im Windschatten der innovativen skandinavischen Holzbaunationen wie zum Beispiel Norwegen, wo bereits 2019 ein 85 Meter hohes Holzhaus fertiggestellt wurde, nähert sich Deutschland wieder seiner legendären Holzbautradition. Aktuell entsteht in Hamburg mit 65 Metern das höchste deutsche Holzhaus <em>Roots </em>mit geplanter Fertigstellung in 2024 (Architekten Störmer &#8211; Murphy and Partners). Natürlich luxusorientierte Investorenarchitektur in der Hafencity. Aber immerhin ein Anfang mit Vorbildwirkung. </p>



<p>Auch Holz- und Lehmbauplaner mit Vorbildwirkung gibt es. <em>Eike Roswag Klinge</em> ist ein Berliner Architekt und Hochschulprofessor, der sich nach eigener Aussage in der Tradition der Fachwerkbauweise bewegt, seit Jahrzehnten zur Holz- und Lehmbauweisen forscht und mit seinem Büro ZRS Architekten Ingenieure zahlreiche realisierte Projekte mit den Grundmaterialien Lehm und Holz vorweisen kann. Wichtig ist dabei, dass das Resultat auch aussieht wie Architektur und nicht aus dem Ökofachmarkt kommt. Wir brauchen Breitenwirkung und Akzeptanz im Gebäudedesign. </p>



<p>Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung die harte Betonrealität in Hannover. Das Bild zum Abriss des Bürogebäudes im Stadtteil Linden ist aktuell aus diesem Jahr. Standzeit sicher nicht länger als 50 Jahre. Es geht nur noch um Baustoffentsorgung und sortenreine Trennung. Ein paar Monate später, neben der Raschplatzhochstraße, einem Symbol der autogerechten Stadt Hannover, der Betonabriss am Parkhaus Lister Tor (1975). Mit dem ehemaligen Postgiroamt in Hannover Mitte (1972 /1973) verschwindet ein weiterer Komplex der 70er Jahre Architektur. Es ist, als wenn es nie passiert wäre. Einfach radieren und eine ganze Epoche nach nur einem halben Jahrhundert verschwinden lassen. Der Bauschutt scheint aus dem Gebäude herauszufließen. Ein seltsames Bild im Gewirr aus abgerissenem Bewehrungsstahl.</p>



<p>Das zeitgleich errichtete Ihmezentrum in Hannover (Bauzeit 1971-1975), entstand als Stadt in der Stadt mit dem zur Bauzeit größten Ortbetonfundament Europas. Die <em>Wohnmaschine</em> wird wahrscheinlich deshalb nie abgerissen, weil die Kosten nicht wirtschaftlich darstellbar sind. Der damalige Stadtbaurat Hannovers Hanns Adrian wohnte selbst im Komplex. Von ihm stammt der Satz: <em>Der beste Ort zum Wohnen in Hannover, wenn man das Ihme-Zentrum nicht sehen will, ist das Ihme-Zentrum</em>. Heute dient der neu gestaltete Glockseepark direkt vor dem Gebäude als sogenannter Retentionsraum der Aufnahme von Hochwasser. Die Aufnahme der extremen Hochwassersituation im Dezember 2023 zeigt, dass die riesige Badewanne gut funktioniert.    </p>



<p><a href="https://roots-hamburg.de/">roots-hamburg.de</a></p>



<p><a href="https://www.zrs.berlin/de/">ZRS</a> </p>



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<p>Und noch ein weiterer Fotobeweis aus der unökologisch hässlichen Baupraxis in der Region Hannover. Ein ganz normales Ärzte- und Geschäftshaus in Langenhagen.  Das Bauvorhaben nennt sich wie so oft energetische Flachdachsanierung. Fotografiert habe ich es bei einem Arztbesuch. Zur Entsorgung der Bitumen Alteindeckung wird sich schon eine Deponie finden. Entscheidend ist hier aber das neue Material: extrudiertes Polystyrol. Ein Baustoff, der in Deutschland besser unter dem Markennamen Styropor bekannt ist. Produziert im chemischen Prozess der Polymerisation aus Erdöl. Neugierig geworden habe ich durch den Bauzaun fotografiert. Der Hersteller des fossilen Dämmstoffs<em> Sundolitt </em>(Vertretungen europaweit in Skandinavien, Großbritannien und Deutschland) verweist auf seiner Homepage auf den Schutz von Mensch und Umwelt. Diese Marketingstrategie heißt  übrigens genauso wie der Waschsalon, den ich in Hameln am nächsten Tag fotografiert habe. Hier laufen die großen Maschinen wahrscheinlich tatsächlich ökologisch effizient und der Name <em>Greenwashing </em>ist gerechtfertigt. Alles wird gut.</p>



<p>Büro- und Wohngebäude, Schulen und öffentliche Gebäude werden in Hannover übrigens immer noch genauso gebaut. Gerne nett verklinkert. Hauptsache ein Wettbewerb ist vorgeschaltet. Ganz aktuell der Rohbau der Schulerweiterung Gymnasium Lutherschule am Engelbosteler Damm (Hannover Nord). Die CO<sub>2</sub> Bilanz von Baustoffen zeigt sehr gut die unten verlinkte Grafik. Problematisch ist einfach, wenn Gebäude unter einem sehr hohen Primärenergiebedarf für eine relativ kurze Lebensdauer errichtet werden. Photovoltaikelemente und Wärmepumpen beeinflussen diese Bilanz, ändern aber nichts am negativen Lebenszyklus. Ein Großteil des heutigen Fachwerkbestandes steht dagegen schon 500 Jahre oder länger. Wurden Fachwerkhäuser abgebrochen, konnten die Baustoffe wiederverwendet werden &#8211; cradle to cradle Kreislaufwirtschaft. Auch dieser Begriff war damals unbekannt. Das 21. Jahrhundert hat viel kürzere Erneuerungszyklen als die Jahrhunderte davor. Über Architektur braucht man dabei nicht zu diskutieren. Schuld ist die Bauindustrie, die sich aus dem Baukasten des fossilen Zeitalters bedient. Eine besondere Form der Schuld , wie Juristen vor Gericht formulieren würden, liegt darin, dass es die Industrie versäumt hat, den Holzbau zu ökonomisieren. So kann sie heute immer auf die etwa 25% höheren Herstellungskosten verweisen. Wie praktisch. In anderen Ländern wie Frankreich, Norwegen und Dänemark spielt im energetischen Nachweis der Verbrauch über den gesamten Lebenszyklus eine Rolle. Deutschland dagegen hat das Gebäudeenergiegesetz. Kein Kommentar dazu. Neben dem Bauschild der Lutherschule schreibt das Rohbauunternehmen: <em>Wir bauen es!</em> Was? Unsere Zukunft? Schulen kann man übrigens in Holz bauen, auch nach deutschen Brandschutzanforderungen. Als Vogel der Weisheit sitzt die Eule, die in der griechischen Antike für Wissenschaft und Besonnenheit stand, am Treppenaustritt des historischen Haupthauses der Lutherschule. Zum Betonneubau nebenan wurde sie nicht befragt.</p>



<p>Mein Gymnasium in Rinteln, Betontypenbau von 1975 in Fertigelementbauweise habe ich bereits an anderer Stelle erwähnt. Direkt gegenüber steht seit 2021 eine Integrierte Gesamtschule in Holzbauweise. Prämiert mit dem <em>Niedersächsischen Holzbaupreis.</em> Meine Mutter, die Massivhausanhängerin, ist übrigens sehr stolz auf diesen Schulneubau in ihrer Stadt. Es besteht also noch Hoffnung.</p>



<p>Aktuell bauen die Architekten Herzog de Meuron in Berlin zwischen neuer Nationalgalerie (Architekt Ludwig Mies van der Rohe, Bauzeit 1965-1968) und der Philharmonie (Architekt Hans Scharoun Bauzeit 1960-1963) das Museum der Moderne. Eine interessante Aussage zur notwendigen Betonverwendung in Museen aufgrund von erhöhten Brandschutzanforderungen  macht in diesem Zusammenhang Jaques Herzog in der Kultursendung Aspekte im November 2022 : <em>Museen sind materiell gesehen sehr unökologisch. Sie sind umgekehrt aber auch nachhaltig, weil sie Werte von früher für die Zukunft erhalten. </em>Ich fasse diese etwas arrogant intellektuelle Rechtfertigung des Büros für ikonische Beton-, Kultur- und Sportbauten mal in einer Frage zusammen. Nachhaltig bauen bedeutet demnach die Konservierung von Kulturerbe in Gebäuden mit klimaschädlichen Baustoffen? Als Denkmalpfleger bekommt man da Gänsehaut. Eine konzeptionelle Frage dazu ist zudem noch, ob diese millionenschweren, prestigeträchtigen Bauten Kultur und Bildung in alle Bereiche der Gesellschaft bringen. </p>



<p><a href="https://materialepyramiden.dk/">materialepyramiden.dk</a></p>



<p><a href="https://www.bez-kock.de/de/projekte/971/integrierte-gesamtschule-rinteln-2021/">Integrierte Gesamtschule bez-kock.de</a></p>



<p><a href="https://www.sundolitt.com/de/">Sundolitt</a></p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1215" data-id="5555" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden.jpg" alt="" class="wp-image-5555" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden-300x243.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden-1024x829.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Abbruch-Hannover-Linden-768x622.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1333" height="1000" data-id="8739" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007.jpg" alt="" class="wp-image-8739" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007.jpg 1333w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230628_172007-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1333px) 100vw, 1333px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1107" data-id="5724" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453.jpg" alt="" class="wp-image-5724" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453-300x221.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453-1024x756.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130453-768x567.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="878" height="1024" data-id="5729" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1-878x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5729" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1-878x1024.jpg 878w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1-257x300.jpg 257w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1-768x896.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20221113_130539-1.jpg 920w" sizes="auto, (max-width: 878px) 100vw, 878px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="2560" data-id="6357" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-6357" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-scaled.jpg 1920w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-1152x1536.jpg 1152w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Eule-1536x2048.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="6138" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914.jpg" alt="" class="wp-image-6138" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20220511_075914-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="6308" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing.jpg" alt="" class="wp-image-6308" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Greenwashing-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1324" height="1976" data-id="5687" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt.jpg" alt="" class="wp-image-5687" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt.jpg 1324w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt-201x300.jpg 201w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt-686x1024.jpg 686w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt-768x1146.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Hannover-Altstadt-1029x1536.jpg 1029w" sizes="auto, (max-width: 1324px) 100vw, 1324px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1000" data-id="5689" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885.jpg" alt="" class="wp-image-5689" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885-300x200.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885-1024x683.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1150885-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1067" height="800" data-id="5709" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1.jpg" alt="" class="wp-image-5709" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1.jpg 1067w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/P1020624-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1067px) 100vw, 1067px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="586" data-id="9764" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-9764" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-scaled.jpg 2560w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-300x69.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-1024x234.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-768x176.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-1536x351.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20231230_133417-2048x468.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="9806" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958.jpg" alt="" class="wp-image-9806" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_151958-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1480" height="1110" data-id="9807" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339.jpg" alt="" class="wp-image-9807" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339.jpg 1480w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_152339-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1480px) 100vw, 1480px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1700" height="1142" data-id="9897" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229.jpg" alt="" class="wp-image-9897" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229.jpg 1700w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229-300x202.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229-1024x688.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229-768x516.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_153229-1536x1032.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1700px) 100vw, 1700px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Neues und altes Bauen in Hannover, Celle und Rinteln</figcaption></figure>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Eindrucksvoll die Fachwerk Altstadt im Schwarzweißbild meiner Heimatstadt Hannover aus den 30er Jahren. Mit etwa 1400 Fachwerkhäusern stellte Hannover benachbarte  Fachwerkstädte wie Celle oder Hameln bei weitem in den Schatten. Was im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde, erledigten die Flächenabrisse der Nachkriegszeit zur autogerechten Stadt. Heute ist die Altstadt in Hannover auf sehr kleiner Fläche nur noch Fachwerkkulisse mit nicht mehr authentischen Straßenzügen. Die Hinterhof Aufnahme aus Celle gibt einen Eindruck davon, wie diese Bereiche in Hannover einmal aussahen. Originale Filmausschnitte dieser Fachwerkaltstadt gibt es übrigens auch noch. 1932, noch vor der Machtergreifung, ließ die Stadt Hannover einen damals sehr modernen Imagefilm zum Tourismusmarketing drehen, der als Vorfilm in den Kinos und auf Kreuzfahrtschiffen lief. <em>Gesichter einer Stadt</em> als Reproduktion auf DVD durch die <em>Gesellschaft für Filmstudien (GFS)</em> &#8211; www.filmundgeschichte.de</p>



<p><a href="https://ein-stueck-hannover.de/products/dvd-das-gesicht-einer-stadt-1932-imagefilm-hannovers-aus-dem-jahr-1932">DVD: Das Gesicht einer Stadt &nbsp;–&nbsp;Ein Stück Hannover </a></p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Eine schleichende Zerstörung von Fachwerksubstanz begann in den Fachwerkstädten mit Aufkommen neuer Baustoffe in den 60er Jahren. Die von der Industrie produzierten, kunststoffgebundenen Farbsysteme wurden als feuchtigkeitssperrende Beschichtung auch für Fachwerkhäuser empfohlen. Das ist irgendwie so, als ob man mit einem Regenmantel, der nicht atmungsaktiv ist, endlose Kilometer durch Wind, Regen und Sonne läuft. Als Ergebnis von über 50 Jahren Fehlsanierung mit folienbildenden Farben gibt es eine schleichende, aber dramatische Holzzerstörung. Feuchtigkeit kann nicht mehr abwandern und staut sich am Holzkörper des Fachwerkhauses. Eine ideale Grundlage für Pilze und Holzschädlinge. Wie im Sport ist heutiger Stand der Bautechnik eine atmungsaktive Funktionskleidung. Die bauphysikalischen Durchgangswerte der diffusionsoffenen Farben ohne kunststoffbasierte Bestandteile sind dazu genau definiert. Als traditioneller, natürlicher und bewährter Anstrich ist Leinöl aber immer noch die erste Wahl. Historismusgebäude, die erfolgreichen Bautypen des 19. Jahrhunderts, tragen immer noch große Anteile des traditionellen Fachwerkbaus. Also Holzbalkendecken. Lehmwände und teilweise auch noch Sichtfachwerk im Dachgeschoss. Da der Industrieadel der Gründerzeit sich aber deutlich distanzieren wollte von dieser traditionellen, eher ländlich konservativ geltenden Architektur, wurden die Fachwerkaußenwände der Villen verputzt und im Stil der klassischen Antike mit Stuck und Zierelementen versehen. Ein schlichtes Haus aus meiner Straße ist gerade veschwunden. Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit werde ich es vermissen.</p>
</div>
</div>



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<p></p>
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<p></p>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1652" height="2560" data-id="5703" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-5703" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-scaled.jpg 1652w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-194x300.jpg 194w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-661x1024.jpg 661w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-768x1190.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-991x1536.jpg 991w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnishaus-Schmalkalden-1322x2048.jpg 1322w" sizes="auto, (max-width: 1652px) 100vw, 1652px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="2500" height="1407" data-id="6971" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro.jpg" alt="" class="wp-image-6971" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro.jpg 2500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro-1536x864.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/WP_20180717_13_52_50_Pro-2048x1153.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="844" data-id="5702" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden.jpg" alt="" class="wp-image-5702" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/Fachwerkerlebnis-Schmalkalden-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="6720" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857.jpg" alt="" class="wp-image-6720" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_123857-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1125" data-id="6722" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051.jpg" alt="" class="wp-image-6722" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_124051-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1027" data-id="6726" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016.jpg" alt="" class="wp-image-6726" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016-300x205.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016-1024x701.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230121_125016-768x526.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_135109_B.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1050" height="1400" data-id="8999" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_135109_B.jpg" alt="" class="wp-image-8999" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_135109_B.jpg 1050w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_135109_B-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_135109_B-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1050px) 100vw, 1050px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1450" height="1088" data-id="9001" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B.jpg" alt="" class="wp-image-9001" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B.jpg 1450w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20230723_131825-B-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1550" height="1163" data-id="9809" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036.jpg" alt="" class="wp-image-9809" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036.jpg 1550w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161036-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1550px) 100vw, 1550px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1200" data-id="9810" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058.jpg" alt="" class="wp-image-9810" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058.jpg 1600w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20240306_161058-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20250516_155100.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="791" data-id="12218" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20250516_155100.jpg" alt="" class="wp-image-12218" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20250516_155100.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20250516_155100-300x237.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/IMG_20250516_155100-768x607.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601432492.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="694" height="926" data-id="13654" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601432492.jpg" alt="" class="wp-image-13654" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601432492.jpg 694w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601432492-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="917" height="1024" data-id="13655" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274-917x1024.jpg" alt="" class="wp-image-13655" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274-917x1024.jpg 917w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274-269x300.jpg 269w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274-768x858.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/11/1764601440274.jpg 1067w" sizes="auto, (max-width: 917px) 100vw, 917px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Fachwerk in Schmalkalden &#8211; Neuruppin &#8211; Hannover &#8211; Fritzlar &#8211; Rinteln &#8211; meine Straße &#8211; Erasmus in Hameln</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Erstaunlich, einen besseren CO<sub>2</sub> Fußabdruck als 500 Jahre alte Fachwerkhäuser gibt es in unserer gebauten Umwelt kaum. Und trotzdem stehen unendlich viele dieser Häuser in den Altstädten und Dörfern leer, bei sich stetig verschlechternder Bausubstanz. Es scheint ein Vermittlungsproblem über ihre Potentiale zu geben. Zukünftige Bauherren haben das Wissen darüber verloren, was ein Fachwerkhaus im Kern ausmacht. Sie bauen sich stattdessen vor dem Hintergrund der aktuellen Krise anachronistische Einfamilienhäuser mit ineffizienter Nutzung von Energie und Baugrund. Dazu eine grobe rechnerische Tendenz. Die Beheizung eines Einfamilienhauses setzt etwa 0,5 bis 1,5t CO<sub>2</sub>  pro Jahr frei. Die Herstellung eines konventionellen Massivbaus etwa 40t CO<sub>2</sub> . Das entspricht 30 bis 80 Jahren Heizen. Eine fachlich sehr gute und kontroverse Diskussion zum Thema Einfamilienhaus habe ich unten verlinkt.</p>



<p>Vermittlung von Baukultur bedeutet Pädagogik schon bei Kindern und Jugendlichen. Als Konzept ganz einfach. Das Fachwerkerlebnishaus in Schmalkalden ist auch für Kinder begehbar und zeigt keine abgeschlossene Sanierung, sondern mit freigelegten Bauteilschichten aus verschiedenen Epochen die lebendige Geschichte und das das Innenleben eines Fachwerkgebäudes. Auch in einem <em>Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege</em> als Teilnehmer einer Jugendbauhütte kann man eine Fachwerkbaustelle selbst erleben. Natürlich ist der Investitionsaufwand für Fachwerksanierungen oft sehr hoch. Nicht selten verschwinden Baukosten wie für einen Einfamilienhausneubau in der Sanierung. Aber wo liegt das Problem. Die bauliche Qualität der Substanz und oft auch der Wert der Immobilie durch eine besondere zentrale Grundstückslage ist danach meist höher als im Neubau. Das Straßenschild in Neuruppin am Fachwerkrähm ist doppeldeutig. Die Siechenstraße erhielt ihren historischen Namen durch das Siechenhospital mit Kapelle. Während der Seuchen des Spätmittelalter wurden die Erkrankten in sogenannten Siechenhäusern isoliert. Auch das Fachwerkhaus siecht heute dahin ohne Behandlung. </p>



<p>Moralische und bautechnische Unterstützung zur Fachwerksanierung bekommen Bauherren über die Interessensgemeinschaft Bauernhaus (IGB), die zu allen technischen und finanziellen Aspekten der Sanierung berät. In der IGB sind etwa 6000 Mitglieder über ganz Deutschland in Regionalgruppen organisiert. Publikation des Vereins ist der <em>Holznagel</em>. Man könnte die IGB in ihrer wertvollen Arbeit im positiven Sinne auch als psychologische Selbsthilfegruppe bezeichnen. Da in der Fachwerksanierung DIN Normen aus dem Neubausektor nicht greifen, helfen hier die technischen WTA Merkblätter der Baufachinformation Frauenhofer Gesellschaft zu vielen Einzelthemen der Sanierung. </p>



<p><a href="https://www.schmalkalden.com/sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/fachwerkerlebnishaus/">Schmalkalden Fachwerkerlebnishaus </a></p>



<p><a href="https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/media/PDF/Brosch%C3%BCren/Jugendbauh%C3%BCtte/JBH_LangDIN_2022_deutsch_WEB.pdf">Jugendbauhütten </a></p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=QvkI6tapm4o">Schluss mit dem Traum vom Eigenheim? | 13 Fragen | unbubble</a></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>In der modernen Holzbausystematik entspricht der Holzständerbau bzw. Holzrahmenbau am ehesten dem traditionellen Fachwerkbau. Dieser Begriffswechsel und dass die Verbindungsmittel nicht mehr traditionell verzapft werden, ist verziehen, wenn das Ergebnis so aussieht wie im Stadtteilzentrum Kronsberg. Die Stadtteilzentren übernehmen in Hannover eine wichtige soziale Funktion. Sie bieten ein vielfältiges Programm für Bildung, Sport, Gesundheit, Kunst, Kultur, Musik, Film und Begegnung. Umso wichtiger ist es, dass  diese Orte auch über ihre Räume und Gebäude Architektur vermitteln. Sehr überzeugend in moderner Holzständerbauweise passiert das am Kronsberg. Die Holzkonstruktion schafft es wie selbstverständlich, im multifunktionalen Haus die unterschiedlichsten Räume zu bilden. Das Material liefert die Innenraumatmosphäre. Vielleicht doch die bessere Alternative zu einer Betonhülle mit Ausbau im Trockenbau. Soviel zum Bildungsauftrag von Architektur Herr Jaques Herzog. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie diese Zeilen jemals lesen&#8230;</p>



<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte sich Fachwerk noch ein letztes Mal in der traditionellen Rückbesinnung der Reformarchitektur und kam dann langsam aus der Mode. Das späte Beispiel aus Fritzlar von 1905 besitzt mit den großformatigen Fenstern deshalb untypische Stilelemente. Viele Fachwerksanierungen machen aus den Holzskelettkonstruktionen Hybride mit modernen Industriebaustoffen. Hinter dem Begriff der sogenannten Kernsanierung verbirgt sich dann eine Ausmauerung mit industriellen Hochlochziegeln, Stahlträgern und Beton. Der Blick ins Innere einer solchen Baustelle stammt ebenfalls aus Fritzlar. Und dann noch ein Fachwerkabziehbild aus Rinteln. Der Bauherr scheint hier sehr romantisierend veranlagt zu sein. Wie sonst käme man auf die dämliche Idee, dünne Eichenbretter auf eine Wärmedämmverbundfassade aufzuschrauben. Glückwunsch!</p>



<p>Im November 2025 erkundeten etwa 40 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Nenndorf mit ihren Gastschülern aus Spanien und Italien die historische Altstadt Hameln. Im Rahmen eines europäischen Erasmus Bildungsprojektes beschäftigte sich die internationale Gruppe schon im Vorfeld mit dem Zusammenhang von energie- und ressourcenschonendem Bauen und historischer Bausubstanz. Auf Einladung der Denkmalpflege der Stadt Hameln besuchten sie eine Fachwerkbaustelle in der Altstadt und konnten ihr Wissen zum Thema Nachhaltigkeit in der Bestandssanierung auf einem Vortrag im Museum vertiefen. Nachhause fuhren sie mit der Erkenntnis, dass Bestandserhaltung und Denkmalschutz für Klimaschutz stehen.</p>



<p><a href="https://igbauernhaus.de/">Interessengemeinschaft Bauernhaus </a></p>



<p><a href="https://www.baufachinformation.de/wta?wmc=AdWords-Merkbl%C3%A4tter&amp;irb_aktion=AdWords&amp;gclid=EAIaIQobChMI5r3Q5t-1-wIVxOd3Ch1yRADeEAAYASAAEgINnfD_BwE">WTA Merkblätter </a></p>



<p><a href="https://www.hannover.de/Kultur-Freizeit/Freizeit-Sport/Freizeiteinrichtungen/Freizeitheime-Stadtteilzentren/Stadtteilzentrum-KroKuS">Stadtteilzentrum KroKuS </a></p>



<p></p>
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</div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>AltundNeu</title>
		<link>https://stadtpunkte.blog/altundneu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dirk Diekmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2021 17:19:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Bushaltestelle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://stadtpunkte.blog/?p=2747</guid>

					<description><![CDATA[Historische Gebäude verschwinden und neue Bauten entstehen. Der Lauf der Geschichte. Die Denkmalpflege schützt dabei einen Teil der historischen Bauten im öffentlichen Interesse aller. Soweit kurz und frei formuliert das Ziel des Denkmalrechts. Das empfinden einige Denkmaleigentümer als ungerechtfertigten Eingriff . Dieses Empfinden trügt nicht. Allerdings muss es heißen gerechtfertigt. Denn die Denkmalgesetze nehmen den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Historische Gebäude verschwinden und neue Bauten entstehen. Der Lauf der Geschichte. Die Denkmalpflege schützt dabei einen Teil der historischen Bauten im öffentlichen Interesse aller. Soweit kurz und frei formuliert das Ziel des Denkmalrechts. Das empfinden einige Denkmaleigentümer als ungerechtfertigten Eingriff . Dieses Empfinden trügt nicht. Allerdings muss es heißen <em>gerechtfertigt</em>.  </h4>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Denn die Denkmalgesetze nehmen den Artikel 14 des Grundgesetzes zum Recht auf Eigentum wörtlich. Eigentum soll auch dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Diese Rechtsauffassung von Eigentum zum Gemeinwohl war in den antiken Gesellschaften der Römer und Griechen für alle freien Bürger selbstverständlich. Zugegeben, es gab auch Unfreie, für die galt das nicht. Im heutigen Bürgerlichen Recht und in Zeiten des Finanzkapitalismus ist die Verbindung von Eigentum und Gemeinwohl schon fast vergessen und nur noch in Nischen vorhanden. Eine Denkmaleigentümerin fragte mich mal, ob ich Kommunist sei und sie enteignen wolle. Ich habe ihr dann das Grundgesetz erklärt. So wird die unschuldige Denkmalpflege in ihrem öffentlichen Interesse plötzlich zum sozialistischen Gedanken.</p>
</div>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2736" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2736" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus-1152x1536.jpg 1152w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Gruenes-Haus.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1100" height="1358" data-id="7151" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2.jpg" alt="" class="wp-image-7151" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2.jpg 1100w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2-243x300.jpg 243w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2-829x1024.jpg 829w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Biomolekulares-Wirkstoffzentrum-2-768x948.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /></a></figure>
</figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Man kann den bewahrenden, baukulturellen Gedanken natürlich auch erstmal in den Hintergrund stellen und zur Qualitätsfrage kommen. Bei gleichbleibender, architektonischer und stadtplanerischer Qualität könnte man Bauten im Laufe der Geschichte regelmäßig austauschen, abreißen und wieder neu bauen. Wenn wir die Klimabilanz von Neubauten mal kurz vergessen.<em> </em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Jeder Eingriff bedingt eine Zerstörung, zerstöre mit Verstand</em></p>



<p>Luigi Snozzi</p>
</blockquote>



<p>Architekturfakultäten, die Generationen von Architekt*innen auf Neubau fokussiert haben, lehren jetzt endlich kontextuelles Entwerfen zum Weiterbauen im Bestand. Kultur in Baukultur kommt von colere (lateinisch: pflegen). Aus der Filmdokumentation der Karnevalsband <em>de Höhner</em> stammt das Zitat zu der erfolgreichen Bandgeschichte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] Neues zu schaffen ohne das alte darin zu verlieren.</p>
<cite><em>50 Jahre Höhner &#8211;  von Köln in die Welt</em> <br>(WDR Dokumentation 2023)</cite></blockquote>



<p>Man muss Karneval nicht mögen, aber die Logik die hinter der sehr alten Karnevalskultur steht, kann man wahrnehmen und übertragen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Die Formenwelt </em>d<em>er Architektur ist nicht erfunden worden, sondern Sie ist gewachsen. Sie wurzelt vor allem tief in den Wurzeln menschlicher Kultur, die wir als primitive zu bezeichnen pflegen. </em>(&#8230;) <em>Man kann den Schatz solcher Erinnerungsbilder anreichern, aber niemals mit einer Formensprache nach eigner Erfindung von vorn anfangen. Es fehlt ihr dann die wesentlichste Grundbedingung, die triviale Selbstverständlichkeit.</em></p>
<cite>Friedrich Ostendorf &#8211; Sechs Bücher vom Bauen &#8211; Erster Band. Einführung 1913</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Warum hassen Menschen so häufig moderne Architektur? Weil sie nicht versucht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.</p>



<p>David Chipperfield</p>
</blockquote>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Simultan tragen wir das Erbe der Vergangenheit und die neuen Komponenten der Zukunft in uns.</p>



<p>Sigfried Giedion &#8211; Ewige Gegenwart 1964</p>
</blockquote>



<p>Gemeint ist die gemeinsame Architektursprache, die alle sprechen und verstehen sollten. Architektur weiterentwickeln ist kreativ und gut, aber kommt der hohe Anspruch der Hochschulen auch in der Alltagsarchitektur an? Einmal direkt hingeschaut auf die Institutsgebäude der Universität Hannover. Da diese zugangsbeschränkt sind, beschränke auch ich mich auf die Qualität der Fassaden. Die innere Organisation und Funktionalität müssen die Nutzer beurteilen. Im Zentrum des Uni Campus in Hannover an der südlichen und östlichen Kante eines größeren Parkplatzes stehen zwei Institute im Lieblingsgrau der Architekten. Modedesigner würden sagen, eine Variation in hell und dunkel. Die Entwerfer setzen das Gebaute unter Oberflächenspannung. Man spannt eine Haut über den Innenraum und setzt die Öffnungen in grafische Proportion. Da taucht schon die erste Frage auf. Was unterscheidet den Architekten vom Grafiker? Ganz eindeutig der dreidimensionale Raum, zentrales und wichtigstes Entwurfsthema der Baukunst. Eine grafische Fläche macht noch keine Fassade. das spüren sogar Kinder. Der Schriftsteller Uwe Timm erinnert sich an die Spaziergänge mit seiner Mutter durch die Straße ihres kriegszerstörten Elternhauses in Hamburg.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>[&#8230;] Aber ausgerechnet dieses Haus, das Haus ihrer Kindheit, war von einer Bombe getroffen, ausgebrannt und abgerissen worden. Die anderen Häuser in der Tornquiststraße, alle variiert in dem zweistöckigen Villenstil, waren auf der einen Seite stehengeblieben. Die ganze gegenüberliegende Straßenseite war zerstört worden. Oft ging die Mutter mit mir durch die Straße, und sie zeigte mir die Stelle, wo das Haus gestanden hatte und durch einen Neubau ersetzt worden war. Jede der anderen Villen schien mir als Kind wie ein kleines Schloss, in denen Proportionen, der Fensterführung, den Stuckornamenten. Der Neubau hingegen war so enttäuschend einfach, die Fenster, die Türen, die Fassade, alles glatt und rechteckig. die Schmucklosigkeit wirkte, als habe man sich keine Mühe mehr mit den darin Wohnenden gegeben. [&#8230;]</p>



<p>Uwe Timm- Alle meine Geister (2023)</p>
</blockquote>



<p></p>
</div>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2741" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2741" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/04/Pferdestall-der-Ulanen-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="13809" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-13809" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20260223_144113.jpg 1300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1400" height="936" data-id="7149" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1.jpg" alt="" class="wp-image-7149" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1.jpg 1400w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1-300x201.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1-1024x685.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Labor-fuer-Nano-und-Quantenphysik-1-768x513.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /></a></figure>
</figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Moderne Fassaden sind selten plastisch und dreidimensional. Man hängt meist Bauteilschichten als Flächen übereinander. Das hellgraue Gebäude im Fliesenglanz ist das Biomolekulare Wirkstoffzentrum der Universität. Der Entwerfer fand Fliesen offenbar gut. Entwerfer mit Vorliebe für Fliesen gab es allerdings schon vor 120 Jahren. Das Grüne Haus in der Sextroststraße (erbaut 1899 &#8211;  Südstadt Hannover) hat endlos viele Keramikformteile, die Plastizität erzeugen. Das bekommt man für ein Institutsgebäude im Kostenmanagement natürlich nicht umgesetzt. Aber eine graue Keramikfliese in einem einzigen Format in Fläche gesetzt? Die dauerelastische Wartungsfuge zwischen den beklebten Fertigteilen ist konstruktiv recht anspruchsvoll und hält sicher nicht 120 Jahre. Manchmal bleibt man sprachlos und sucht dann schnell woanders nach Worten . Der renommierte Architekturtheoretiker und Journalist Niklas Maak nennt derartige Erscheinungen pragmatische Hässlichkeit. Auf dem Campus direkt gegenüber dem Laboratorium für Nano- und Quantenphysik liegt der historische Pferdestall des Königlichen Ulanen Kavallerieregiments. 1877 mit Kreuzgratgewölben erbaut, dient der Pferdestall heute als Begegnungs- und Veranstaltungszentrum der Universität Hannover. Deutlicher kann man den Materialkontrast von gestern und heute mit der warmen Ziegelfassade auf der einen und silbergefasstem Anthrazit auf der anderen Seite nicht erleben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Fenster des Gebäudes, gerundet wie Schiffsfenster inmitten reicher Wellen aus rotem Backstein , wechselten von Zitronengelb zu Silber unter dem Flug der schnellen Frühlingswolken. Jemand lag in einer Hängematte [&#8230;]  </p>



<p>Virginia Woolf &#8211; Ein eigenes Zimmer                                (engl. Originalausgabe 1929)</p>
</blockquote>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Das Institut für Gravitationsphysik ein paar Meter weiter wirbt auf rotem Banner mit dem Slogan <em>Einstein weiterdenken</em>. Es gab mal eine Zeit, die hatte den Ehrgeiz, diese Kreativität auch nach außen über das Gebäude darzustellen im Sinne von <em>Schinkel weiterdenken</em>. Der plakativ beanspruchte Albert Einstein hatte eine etwas andere Vorstellung von Architektur als die Uni Hannover heute. Selbst sein bescheidenes Sommerhaus in Caputh (Havelland-Brandenburg), das er von 1929 -1932 vor seiner Emigration in die USA bewohnte, lässt das erahnen. Einstein beauftragte für den Bau den damaligen Meister des Holzsystembaus und Pionier der industriellen Vorfertigung Konrad Wachsmann. Aber das ist eine andere Geschichte. </p>



<p>Architektur zeigt den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Besonders wenn sich Veränderungen vom Kommunismus zur westlichen Marktwirtschaft in sehr engen, komprimierten Zeiträumen vollziehen wie in den baltischen Staaten. Im Stadtviertel Tartari in Tallin sieht man dies besonders an den Maßstabssprüngen von den historischen Holzhäusern des 19. Jahrhunderts zu den Gebäuden des Turbokapitalismus Endes des 20. Jahrhunderts.</p>



<p><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.einsteinssommerhaus.de/" target="_blank">www.einsteinsommerhaus.de</a></p>



<p></p>
</div>
</div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="996" data-id="2768" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt-1024x996.jpg" alt="" class="wp-image-2768" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt-1024x996.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt-300x292.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt-768x747.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Asternstrasse-Nordstadt.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2772" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2772" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-1536x1152.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Appelstrasse-2-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2560" data-id="6077" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-6077" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-scaled.jpg 1440w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-768x1366.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/WP_20190411_18_28_58_Pro-1152x2048.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Plastizität in Hannover und Maßstabssprünge in Tallin</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Im heutigen Univiertel der Nordstadt wurde im Zweiten Weltkrieg ein Großteil der Gründerzeitbauten zerstört. Die Baulücken wurden dann in den Nachkriegsjahren wieder aufgefüllt und später mit Wärmedämmung optimiert. So wie hier in der Asternstraße sieht Alt neben Neu dann aus. Sicher kein Argument für neues Bauen. Viele Straßenzüge sind glücklicherweise der Zerstörung entgangen und so kann man in der Appelstraße noch bewundern, wie die Räumlichkeit der Fassaden sich mit dem Straßenraum verzahnt. </p>



<p>Wenn man sich das historische Chemieinstitut der Uni Hannover anschaut, in dem die anorganische Fachrichtung untergebracht ist und staunt, wie die schmiedeeisernen Pflanzen neben den echten Bäumen wachsen und auch im Inneren die Treppenläufe hochranken, dann traut man sich nicht nach dem modernen Ergänzungsbau der organischen Chemie zu fragen. Wer möchte, kann aber vor Ort kurz um die Ecke schauen. Die Farbe der dort vorgehängten Fassadenplatten brauche ich hier nicht zu erwähnen und sicher auch nicht zu zeigen. Während die geschmiedeten historischen Fabelwesen lustige Laune verbreiten, bleibt die Stimmung am benachbarten Neubau grau.</p>



<p>Versöhnlich dagegen ist die Architektursprache des Studentenwerks Hannover, die trotz Kostenzwang in der Materialwahl, den Texturen, Farben und Fassaden Qualität hat. Die Studentenhäuser am Berggarten mit strukturierten Holzfassaden und farbigen Fenstereinschnitten zeigen zur Identifikation der Bewohner jeweils farblich unterschiedliche Innenraumkonzepte.</p>



<p>Das Studentenhaus Bahlsen am Rande des Uni Campus nimmt mit den Gesimsen, Dachaufbauten und Öffnungsbreiten Bezug auf die historisch geprägte, großbürgerliche Bebauung der Wilhelm-Busch-Straße. Übrigens nur teilweise Neubau, sondern auch Sanierung und Modernisierung eines 50er Jahre Gebäudes.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Der Vergleich mit der früher ambitionierten Architektur der Uni Hannover aus den späten 50er Jahren bis in die Postmoderne zeigt besonders deutlich den Qualitätsverlust der heutigen Bauten. Die Materialien des Audimax (Anbau zum Welfenschloss von 1958) und die Verwaltungsbauten aus den 80er Jahren schaffen es noch mühelos sich in die Materialität der historischen Sandsteinfassaden zu integrieren. </p>



<p>Die Technische Informationsbibliothek (1964 Architekt Kurt Krüger) ist mein Lieblingsgebäude auf dem Uni Campus. Eine relativ einfache, vorgehängte Struktur aus brünierten Metallprofilen mit Sonnenschutzverglasung und ein leicht zurückgesetztes Erdgeschoss erzeugen Plastizität und Gliederung . Architekturzwilling des Landtages in Baden Württemberg (1961) von Horst Linde. An sonnigen Tagen bemalen die Bäume des angrenzenden Welfengartens die Glasflächen mit ihrem gespiegelten Muster. Ein derartiges Zusammenspiel von Fassade und Natur geling der Uni heute nicht mehr. </p>



<p>Ein Sprung in die Wasserstadt Limmer. Hier hat es der Investor inzwischen geschafft, die historischen Gebäude der ehemaligen Continental Gummiwerke fast vollständig verschwinden zu lassen. Auch das letzte Gebäude, auf den Fotos im Hintergrund noch sichtbar, muss den neuen Klinkerklötzen weichen. Geblieben ist der Conti Turm als Wahrzeichen oder Landmark, wie man das inzwischen nennt. Eine Millionen Euro Sanierungskosten als Schmerzensgeld und Abfindung für eine verloren gegangene Industriegeschichte.  </p>



<p></p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="707" data-id="2939" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-1024x707.jpg" alt="" class="wp-image-2939" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-1024x707.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-300x207.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-768x530.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2940" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2940" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-Bahlsen-2.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="659" data-id="2779" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-1024x659.jpg" alt="" class="wp-image-2779" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-1024x659.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-300x193.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus-768x494.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Studentenhaus.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="918" data-id="2778" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1-1024x918.jpg" alt="" class="wp-image-2778" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1-1024x918.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1-300x269.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1-768x688.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Historisches-Chemieinstitut-1.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1536" height="2048" data-id="9702" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1.jpg" alt="" class="wp-image-9702" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-1-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1536" height="2048" data-id="9703" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1.jpg" alt="" class="wp-image-9703" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/signal-2024-02-10-21-13-51-912-2-1-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="2557" data-id="5596" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6.jpg" alt="" class="wp-image-5596" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6-176x300.jpg 176w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6-601x1024.jpg 601w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6-768x1309.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6-901x1536.jpg 901w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-6-1201x2048.jpg 1201w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="2000" data-id="5595" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5.jpg" alt="" class="wp-image-5595" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-5-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="13821" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-13821" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Anorganisches-Institut-2.jpg 1333w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="2000" data-id="5576" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek.jpg" alt="" class="wp-image-5576" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/Technische-Informations-Bibliothek-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1309" data-id="9656" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125.jpg" alt="" class="wp-image-9656" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125-300x262.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125-1024x894.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_150125-768x670.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1100" height="1358" data-id="9655" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453.jpg" alt="" class="wp-image-9655" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453.jpg 1100w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453-243x300.jpg 243w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453-829x1024.jpg 829w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20240201_145453-768x948.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1600" height="1263" data-id="8776" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243.jpg" alt="" class="wp-image-8776" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243.jpg 1600w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243-300x237.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243-1024x808.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243-768x606.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/IMG_20230702_130243-1536x1212.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1536" height="2048" data-id="8778" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1.jpg" alt="" class="wp-image-8778" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1.jpg 1536w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/05/signal-2023-07-02-20-28-10-533-1-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Alt und Neu</figcaption></figure>
</div>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>SchauFenster</title>
		<link>https://stadtpunkte.blog/schaufenster/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Fiege]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 07:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Bushaltestelle]]></category>
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					<description><![CDATA[1926, zu Zeiten von Adolf Loos, als Innenausbau noch mit wenigen, hochwertigen Materialen ausgeführt wurde, entstand in Dömitz an der Elbe ein Warenhaus von Philipp Schaefer. Der damalige Karstadt Chefplaner baute in den 20er und 30er Jahren zahlreiche Warenhäuser für das Unternehmen. Von der Reizüberflutung heutiger Kaufhäuser sehnt man sich zurück zum diesem Material Purismus. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">1926, zu Zeiten von Adolf Loos, als Innenausbau noch mit wenigen, hochwertigen Materialen ausgeführt wurde, entstand in Dömitz an der Elbe ein Warenhaus von Philipp Schaefer. Der damalige Karstadt Chefplaner baute in den 20er und 30er Jahren zahlreiche Warenhäuser für das Unternehmen.</h4>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Von der Reizüberflutung heutiger Kaufhäuser sehnt man sich zurück zum diesem Material Purismus. Adolf Loos, Wegbereiter einer klassisch, schlichten Innenraumgestaltung, schrieb sehr polemisch über die Verwendung des Ornamentes. Das wird häufig mißverstanden, denn er äußerte sich auch sehr kritisch über das kubisch, glatte Neue Bauen der Weißen Moderne und die damaligen Leitfiguren des Bauhauses. Seine Haltung entstand vielmehr aus einer Ablehnung gegenüber den überladenen Motiven des Historismus und des Jugendstils. Dahinter stand der Wunsch, eine ingenieursmäßig und industriell gut herzustellende edle Ästhetik zu schaffen. Heute würde man sagen, dass sich das Ornament des Adolf Loos eher über genarbte Leder, stark marmorierte Natursteine und auffällig gemaserte Edelhölzer aus der Eigenschaft des Materials entwickelt. Sicher würde ihn diese Formulierung provozieren. Auf jeden Fall unerreicht ist seine dreidimensionale Fügung &nbsp;dieser hochwertigen Ausbaumaterialien.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-13 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="831" data-id="2389" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1-1024x831.jpg" alt="Karstadt 1" class="wp-image-2389" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1-1024x831.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1-300x243.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1-768x623.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" data-id="2390" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2-1024x577.jpg" alt="Karstadt 2" class="wp-image-2390" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2-1024x577.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2-768x433.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-2.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="668" height="1024" data-id="2391" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-668x1024.jpg" alt="Karstadt 3" class="wp-image-2391" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-668x1024.jpg 668w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-196x300.jpg 196w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-768x1178.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-1001x1536.jpg 1001w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3-1335x2048.jpg 1335w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/karstadt-3.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Warenhaus Dömitz </figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Mit Blick auf das Jugenstilkaufhaus in Görlitz (1912/1913) und die Passage in den Haag (Eröffnung 1885), dem ältesten Einkaufszentrum der Niederlande, versteht man den ideologischen Konflikt und die polemischen Verrisse, die das Neue Bauen der 20er Jahre mit der Ornamentik des Historismus und des Jugendstils austrug.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Wo Stil als Dekoration der Fläche verstanden wird, darf man, streng genommen, nicht mehr von Häuserbau sprechen. Was eine derartige Architektur erstellt sind bestenfalls Wohnungen mit Fassaden davor, aber keine dreidimensionalen Baukörper, keine Häuser</em>.</p>
<cite>Leopold Ziegler (1881-1958) <em>Florentinische Introduktion zu einer Philosophie der <em>Architektur</em></em> <em>und</em> <em>der bildenden Künste (1911/12)</em></cite></blockquote>
</div>
</div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-14 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="1289" data-id="7156" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1.jpg" alt="" class="wp-image-7156" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1.jpg 900w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1-209x300.jpg 209w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1-715x1024.jpg 715w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/jugenstil-goerlitz-1-768x1100.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="1600" data-id="7155" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1.jpg" alt="" class="wp-image-7155" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1.jpg 900w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1-768x1365.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-passage-1-864x1536.jpg 864w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Görlitz und Den Haag</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Wie vielschichtig sich die Architektur des Neuen Bauens im Europa der 20er Jahre zeigte, sieht man am Beispiel des Warenhauses&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/De_Bijenkorf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">De Bijenkorf</a> (Den Haag 1926 ). </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Im Stil der Amsterdamer Schule, einer niederländischen Strömung des Expressionismus, von Piet Kramer erbaut. Hier wirkt die Auseinandersetzung mit dem Ornamentalen über kristallin zueinander versetzte Glasfacetten.</p>
</div>
</div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-15 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2560" data-id="7159" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-7159" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-scaled.jpg 1440w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-768x1366.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-2-1-1152x2048.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="1778" data-id="7160" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1.jpg" alt="" class="wp-image-7160" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1-768x1366.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/bijenkorf-3-1-864x1536.jpg 864w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Warenhauses&nbsp;De Bijenkorf in Den Haag</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Was die historistischen Strömungen der Gründerzeit und der innovative Jugendstil sehr überzeugend erschaffen haben, ist die Integration der damals neu entstandenen, städtischen Ladenflächen. Wie in der Fassade des Görlitzer Lebensmittelmarktes oder in der Altstadt von Den Haag nehmen die Formate der Schaufenster, die Lage der Stützen und Profile Rücksicht auf die Gestaltung der Obergeschosse. Im Schaufenster der Quedlinburger Ladenfassade ist selbst der Schiebelüfter für das Kondenswasser auf der Einfachverglasung in das künstlerische Detail integriert. Ganz anders die sogenannten Häuser ohne Unterleib unserer Zeit mit großflächigen Glaselementen. Sie ignorieren in ihrer Fassadengestaltung vorhandene Proportionen und durchbrechen das historische Fassadenbild. Hier in Hameln sogar über zwei Geschosse.&nbsp;Im Beispiel aus der Oesterleystraße (Hannover Südstadt) wird der Laden in einen Mietswohnungsbau von 1928 integriert. Die Haustür zu den Wohnungen und der Ladeneingang stehen in Ihrer plastischen Ausbildung wie selbstverständlich gewachsen nebeneinander. An einer der belebtesten Kreuzungen am Prenzlauer Berg, wo die Kastanienallee auf die U-Bahn Station Eberswalder Straße trifft, sind freie Sitzplätze kostbar.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Deshalb sitzt man hier im Schaufenster. In der Bäckerei <em>Zeit für Brot </em>können die Kunden beim Backen zuschauen. Eigentlich ist jedes Fenster ein Schaufenster, wenn es eine interessante Blickrichtung gibt. Aus dem alten Kirchenamt in Hameln über die Dächer der Stadt.</p>



<p>Die Flügelbreiten von historischen Fenster entwickelten sich aus der Ellenlänge des Unterarms. Soweit konnte der Bewohner bei den nach außen öffnenden Fenstern maximal nach außen greifen. Der menschliche Maßstab. Heute lassen sich bei Isolierverglasungen Längen bis 18m realisieren. Wir können alles, machen alles und haben jegliches Maß verloren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Solange der Mensch zwei Beine zum Gehen und zwei Arme zum Greifen gebraucht, ist der Maßstab seines Körpers für das Baugeschehen eine verpflichtende Größenordnung. </p>
<cite>Rob Krier &#8211; Stadtraum in Theorie und Praxis (1975)</cite></blockquote>



<p>Ein Wortspiel: Fenster schauen. Aber diesmal blickt nicht der Kunde hinein auf die Waren hinter Glas, sondern die Fenster blicken den Betrachter an. Die architektonische Entwurfslehre, egal wo sie gerade doziert, publiziert oder vermittelt wird, erzählt über Fenster als den Augen des Hauses. Gemeint ist das prägende und wichtigste Element im Gesicht der Fassade. Das häufige Wiederholen zeigt in unserer Alltagsarchitektur allerdings keine Wirkung. Aus fein proportionierten Gesichtszügen blickt uns das Mural in der Schmiedestraße Hannover an, während das Nachbarhaus hässlich glotzt.</p>
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</div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-16 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="3106" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3106" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Oesterleystrasse-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" data-id="2405" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-576x1024.jpg" alt="Den Haag Altstadt" class="wp-image-2405" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-768x1366.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-864x1536.jpg 864w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-1151x2048.jpg 1151w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/haag-altstadt-scaled.jpg 1439w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="599" height="1024" data-id="2406" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-599x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2406" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-599x1024.jpg 599w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-176x300.jpg 176w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-768x1312.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-899x1536.jpg 899w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-1199x2048.jpg 1199w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/HM-Unterleib-scaled.jpg 1498w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="2000" data-id="5207" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg.jpg" alt="" class="wp-image-5207" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Quedlinburg-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1600" data-id="8571" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727.jpg" alt="" class="wp-image-8571" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727.jpg 1200w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230528_190727-1152x1536.jpg 1152w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1326" height="1250" data-id="8755" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026.jpg" alt="Hameln Altes Kirchenamt" class="wp-image-8755" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026.jpg 1326w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026-300x283.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026-1024x965.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/IMG_20230628_105026-768x724.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1326px) 100vw, 1326px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="1254" data-id="10422" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017.jpg" alt="" class="wp-image-10422" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017.jpg 1000w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017-239x300.jpg 239w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017-817x1024.jpg 817w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2020/07/IMG_20240402_070017-768x963.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Schaufenster</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>So einige Verhaltensweisen sind meinem Sohn ziemlich peinlich. Besonders genervt reagiert er aber auf meine Angewohnheit, Schubladen und Türen von historischen Möbeln zu öffnen. In Venedig war es mal wieder soweit. Sehr unscheinbar hinter den Arkaden am nördlichen Rand der Piazza San Marco findet man die Schaufenster zum ehemaligen Olivetti Showroom (Carlos Scarpa 1958). Tausende Touristen laufen jeden Tag an den relativ unscheinbaren Glasflächen vorbei. Kaum jemand interessiert sich für die Räume dahinter. So war es auch an diesem Tag. Nur zwei Studenten, die Details skizzierten &#8211; daran erkennt man sie, bewegten sich mit uns durch den Raum. Scarpa gilt als Meister der Fuge. Unter Architekten ist dieser Titel etwas überstrapaziert. Die Außenwelt, so wie die Touristen auf dem Markusplatz, kann damit allerdings wenig anfangen. Dabei ist die Fügung von Materialien und Ebenen eine uralte Frage, die sich heute jedem Einfamilienhausbauer im Wohnzimmer stellt. Was passiert, wenn im dreidimensionalem Raum aus verschieden Richtungen Türbekleidung, Bodenbelag, Wand und Fußleiste aufeinandertreffen.</p>



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</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Neubaustandard heute: Der Handwerker <em>fummelt </em>mit seiner Kappsäge irgendetwas zusammen. Niemand hat sich vorher Gedanken zum Detail gemacht und deshalb sieht es dann genauso aus zwischen folienlaminierter Zimmertürzarge, Bodendekor in Vinyl und profilierter, silikonverklebter Fußleiste. Scarpa beginnt mit der Fuge genau an diesen Punkten. Für das designorientierte Unternehmen Olivetti verwandelte er ein Volumen von 21 Meter Tiefe, 5 Meter Breite und 4 Meter Höhe in eine lichtdurchflutete Raumskulptur. Das Geheimnis dieses Raumgefühls ist, dass man die Architektur nicht wie üblich als Tragwerk, Treppe, Öffnung und Wand wahrnimmt, sondern als Körper mit Linien und Flächen, die dynamisch in alle möglichen Richtungen streben. Die schwebend abgehängten Olivetti Maschinen wirken durch die edle Materialwahl der Oberflächen aufbewahrt wie in einer Schmuckschatulle. Perfekte Raum- und Produktinszenierung. Als ich dann aber gedankenversunken und scheinbar unbeobachtet den Riegel eines Einbauschrankes langsam zurückschiebe um den Mechanismus zu verstehen&#8230;</p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-17 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="720" data-id="4695" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1-1024x720.jpg" alt="" class="wp-image-4695" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1-1024x720.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1-300x211.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1-768x540.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2022/05/Olivetti-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="4762" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4762" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Showroom.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="4818" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4818" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang-1152x1536.jpg 1152w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Eingang.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="4834" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4834" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1-1152x1536.jpg 1152w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Galerie-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" data-id="4832" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-724x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4832" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-724x1024.jpg 724w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-212x300.jpg 212w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-768x1086.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-1086x1536.jpg 1086w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze-1448x2048.jpg 1448w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Stuetze.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="4830" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4830" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben-768x1024.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben-1152x1536.jpg 1152w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-nach-oben.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="4828" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4828" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang-768x1025.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang-225x300.jpg 225w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang-1151x1536.jpg 1151w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Gang.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="971" height="1024" data-id="4826" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell-971x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4826" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell-971x1024.jpg 971w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell-284x300.jpg 284w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell-768x810.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell-1456x1536.jpg 1456w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Modell.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 971px) 100vw, 971px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" data-id="4825" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-4825" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation-1024x685.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation-300x201.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation-768x514.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Praesentation.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="4823" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4823" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Licht.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="4793" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4793" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel-768x576.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Scarpa-Riegel.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="791" data-id="4821" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge-1024x791.jpg" alt="" class="wp-image-4821" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge-1024x791.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge-300x232.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge-768x593.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/Olivetti-Fuge.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Olivetti Showroom Venedig</figcaption></figure>
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		<title>Steine</title>
		<link>https://stadtpunkte.blog/stadtbausteine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine Fiege]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 05:24:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Bushaltestelle]]></category>
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					<description><![CDATA[Typisch für alte Ziegelbauten in ländlichen Regionen sind die sogenannten Feierabendziegel. Erst nach Feierabend fanden die Ziegler Zeit und Muße diese verzierten, mit Inschriften, Ornamenten oder Skizzen versehenen Mauerwerks- oder Dachziegel zu fertigen. Oft sollten die Symbole das Haus vor Unheil beschützen und wurden gesondert beauftragt. Nicht selten waren aber auch Abdrücke von Tierpfoten oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h4 class="wp-block-heading">Typisch für alte Ziegelbauten in ländlichen Regionen sind die sogenannten Feierabendziegel. Erst nach Feierabend fanden die Ziegler Zeit und Muße diese verzierten, mit Inschriften, Ornamenten oder Skizzen versehenen Mauerwerks- oder Dachziegel zu fertigen. </h4>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Oft sollten die Symbole das Haus vor Unheil beschützen und wurden gesondert beauftragt. Nicht selten waren aber auch Abdrücke von Tierpfoten oder Kritzeleien von Kindern darunter. Die Skizze der Mühle liegt im Verband unter einem 300 Jahre alten Torbogen in Hameln. Mit der Industrialisierung und Ziegelmassenproduktion ab Mitte des 19. JH wurde diese Tradition von den Herstellerstempeln der Ziegeleien abgelöst. Das in den frischen Ton gedrückte Siegel der Ziegelei und die Tierpfote haben wir in Stralsund entdeckt, einem Zentrum der Backsteingotik.</p>
</div>
</div>
</div>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-18 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1450" height="1088" data-id="7174" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2.jpg" alt="" class="wp-image-7174" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2.jpg 1450w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2-300x225.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2-1024x768.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/holtensen-2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="844" data-id="7177" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1.jpg" alt="" class="wp-image-7177" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-1-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1050" height="1414" data-id="7178" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1.jpg" alt="" class="wp-image-7178" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1.jpg 1050w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1-223x300.jpg 223w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1-760x1024.jpg 760w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/stralsund-2-1-768x1034.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1050px) 100vw, 1050px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="950" height="1689" data-id="7171" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1.jpg" alt="" class="wp-image-7171" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1.jpg 950w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1-768x1365.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-054-1-864x1536.jpg 864w" sizes="auto, (max-width: 950px) 100vw, 950px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="1920" data-id="7172" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1.jpg" alt="" class="wp-image-7172" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1.jpg 1080w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1-768x1365.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-077-1-864x1536.jpg 864w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1476" height="1080" data-id="7173" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1.jpg" alt="" class="wp-image-7173" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1.jpg 1476w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1-300x220.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1-1024x749.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/10.2015-079-1-768x562.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1476px) 100vw, 1476px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="850" height="1511" data-id="7179" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1.jpg" alt="" class="wp-image-7179" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1.jpg 850w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_10_20_Pro-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1422" data-id="7180" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro.jpg" alt="" class="wp-image-7180" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro.jpg 800w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro-169x300.jpg 169w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro-576x1024.jpg 576w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_15_43_33_Pro-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1169" data-id="7181" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1.jpg" alt="" class="wp-image-7181" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1.jpg 1500w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1-300x234.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1-1024x798.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/WP_20170723_16_16_10_Pro-1-768x599.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /></a></figure>
</figure>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Gedanken über die Kraft der Steine mag man esoterisch nennen. Es gibt aber Orte, an denen das Material, egal ob naturgeprägt oder bearbeitet, besonders spürbar wird. Ein solcher Ort ist der Raum der Stille unter dem Klostergelände Erfurt. Die Ausstellung gedenkt der zivilen Opfer, die hier während eines Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Wie schon gesagt, ich bin eher am Wasser. Trotzdem ließen mich die Felsformationen im Elbsandsteingebirge nicht unbeeindruckt. Vielleicht weil sich die Flusslandschaft der Elbe so harmonisch einbettet. Die Wege führen oft sehr nah vorbei an den bewitterten Blöcken. Der Stein macht sich bemerkbar.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p></p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p></p>
</div>
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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-19 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="2318" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2318" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="2319" src="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-2319" srcset="https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2-1024x576.jpg 1024w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2-300x169.jpg 300w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2-768x432.jpg 768w, https://stadtpunkte.blog/wp-content/uploads/2021/03/lauenburg-2.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Lauenburg</figcaption></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Schön wenn eine historische Idee es bis in die Gegenwart schafft. Der Verein Künstlerhaus der Stadt Lauenburg an der Elbe, der das Haus ehrenamtlich und gemeinnützig führt, verkauft zur Finanzierung der Projekte und zur Sanierung des Gebäudes seit 2010 gestempelte Ziegel. Natürlich keine frisch in Ton geprägten, handgeformten Ziegel, sondern mit Farbe gestempelte Industrieklinker. Aber immerhin eine schöne Idee des Crowdfunding und eine engagierte Stadtgemeinschaft, die das historische Erbe erhalten möchte.</p>



<p><a href="https://kuenstlerhaus-lauenburg.org/">Künstlerhaus Lauenburg </a></p>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Eine ähnliche Idee zur gemeinschaftlichen Finanzierung eines Stadtbausteines findet man in Rotterdam. In einem über zwei Jahrzehnte stadtplanerisch vernachlässigten Bereich um den ehemaligen Bahnhof Hofplein (1908 eröffnet und 2010 stillgelegt) entstand die hölzerne Fußgängerbrücke Luchtsingel. Die auffällige, gelbe und 400 m lange Konstruktion wurde 2015 eröffnet und Unterstützer konnten einzelne Holzplanken oder ganze Segmente erwerben. Die Namen der Spender sind in die Holzflächen gefräst. Meine Bilder sind aus unerklärlichen Gründen im digitalen Dschungel verschwunden. Deshalb Informationen und Impressionen im Video über den link. </p>



<p><a href="https://www.shareable.net/crowdfunding-a-city-spanning-pedestrian-bridge-video/">Crowdfunding für eine stadtübergreifende Fußgängerbrücke [Video] </a></p>
</div>
</div>



<p></p>
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